Episode 31: Gesundheit

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Mit zunehmendem Alter spricht man häufiger über das eigene Befinden. Vielleicht ist das der Grund, warum Christian und Peter in Episode 31 von Young in the 80s über Gesundheit plaudern – allerdings nicht über aktuelle Zipperlein, sondern über ihr Wohl und Wehe in den 80er-Jahren.

Neben persönlichen Anekdoten von Krankheit, Unfällen und Dummheit geht’s wie immer um den Kontext der Zeit: Was galt in den 80ern als gesund, was als gefährlich? Woran starben die Leute, wovor schützten sie sich? Wir tauchen ein in ein Jahrzehnt, in dem man rauchte wie ein Schlot, aber einen Heidenbammel vor (anderen) Drogen hatte, wo man Fett mied, Gips trug, AIDS fürchtete und Glasthermometer in Hinterteile steckte.

Viel Spaß beim Hören und Kommentieren!

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34 Replies to “Episode 31: Gesundheit”

  1. Heilmann

    Herzlichen Dank für die neue Folge!

    Ich glaubte schon, der hohe Stay-Forever-Output und die allgemein sehr hohe Qualität (Vorbereitung, Durchführung, Organisation) der Reihe (vor und hinter der Paywall) würden Young In The 80s zum Verhängnis werden.

    Herzlichste Grüße aus Saarbrücken!

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  2. Niklas

    Guten Morgen liebe Community, ich habe gestern mit Christian eine wie wir finden tolle Idee ausgefeilt. Es wird demnächst eine Sonderfolge geben in der die beiden unsere Fragen beantworten. Ich werde die Fragen jetzt eine Zeit lang sammeln und dann an Peter und Christian weitergeben. Die basteln dann daraus eine schöne Folge. Ihr könnt mir eure Fragen entweder per E-Mail an Niklas-wiebels@web.de schicken, oder ihr kommt einfach in unsere WhatsApp Fan Gruppe und stellt die Fragen dann dort.
    Anbei der Link zu der WhatsApp Gruppe
    https://chat.whatsapp.com/Hp3XGOc5GN64tcqJtg7KNq
    Wenn ihr lieber manuell hinzugefügt werden möchtet könnt ihr mir eure Nummer auch per E-Mail schicken.
    Ich würde jetzt erst mal circa eine Woche sammeln und schauen wie viel zusammenkommt. Bezüglich der Fragen gibt es keine Limitierung. Fragt einfach was ihr schon immer mal wissen wollte.

    PS: in die WhatsApp Gruppe ist nicht nur für die Fragen jetzt, sondern für jeden der gerne Infos, News und Diskussion rund um yit80s mitbekommen möchte.

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  3. Michael Schär

    Hab mich ehrlich gefreut, als ich – nach einer gefühlten Ewigkeit – eine neue YIT80’s Folge in meinem Podcatcher entdeckt habe!
    Aber das Thema «Gesundheit» in den 80ern komplett ohne das – zumindest in meiner Familie – allgegenwärtige Allheilmittel «Tiger Balsam» ?!?

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  4. Sascha

    Interessante Folge!! Beim Thema Zahnarzt hätte mich interessiert, wie das in eurer Kindheit mit Betäubungen war. Ich bin Jahrgang 84 komme aus NRW und kann mich erinnern, dass sich Zahnärzte teilweise geweigert haben, Kindern Betäubungen zu verabreichen, weil man sich unsicher war, wie die auf Kinder wirken!! Die meisten Schmerz- und Betäubungsmittel wurden und werden nämlich vorwiegend an erwachsenen getestet, sodass sich Ärzte z.T. in eine rechtlche Grauzone begeben, wenn sie sie Kindern verabreichen. Siehe auch hier: https://www.planet-wissen.de/video-endlich-schmerzfrei-leben-100.html (Der Beitrag kann auch mit interessanten Infos zum Thema „Indianer kennt keinen Schmerz“ aufwarten 😉 ) Heute hat man damit (zum Glück) zumindest beim Zahnarzt weniger Probleme

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    • Christian Author des Beitrags

      Gute Frage! Meiner Erinnerung nach habe ich beim Zahnarzt nie eine Betäubung bekommen, mit Sicherheit jedenfalls keine Spritze ins Zahnfleisch (daran würde ich mich auf jeden Fall erinnern!). Allerdings war bei mir als Kind auch nicht viel zu machen, ich hatte nur eine einzige Plombe in den Milchzähnen.

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    • Adrian76

      Ich bin Jahrgang ’76 und durch die „grünen Zettel“, die damals in der Grundschule ausgeteilt wurden, gab es eine Zahnarztpflicht. Ich glaube, einmal pro Jahr oder gar Halbjahr musste man zum Zahnarzt. Bei mir war als Kind ständig was zu machen. Immer waren da Löcher, es musste gebohrt werden und ich bekam Amalgamfüllungen. Aber eins ist sicher: Bohren lief dabei neimals ohne Betäubung ab. Ich bekam also quasi jedes Mal beim Zahnarzt zwischen ca. 1983 und 1987 eine Spritze. Und als Kind fand ich Spritzenkriegen noch schlimm.
      Interessanterweise hat sich das seit der Pubertät geändert. Jetzt als Erwachsener habe ich grundsätzlich sehr gute Zähne und das Amalgam ließ ich vor Jahren durch moderne Materialien (Porzellan und Kunststoff) ersetzen. Spritzen machen mir seit dem Erwachsenwerden auch nichts mehr aus.

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  5. PP

    Was das Thema AIDS angeht, war ja in den 80er-Jahren noch gar nicht klar, ob der Virus nicht doch auch außerhalb von sexuellem Kontakt übertragbar wäre. Insofern war die damalige Panik auch durch Unwissen geprägt. Ich bekam Mitte der 80er z.B. gesagt, am Schulklo ja nichts anzufassen bzw. „kontaktlos“ aufs Klo zu gehen (Türen etc. mit Ellbogen öffnen), um mich nicht mit AIDS anzustecken. Das hat mich damals so verunsichert, dass ich gar nicht mehr in der Schule aufs Klo gegangen bin.

    Was Zahngesundheit anging, dürften in den 80ern tatsächlich große Fortschritte passiert sein und Zähneputzen nach jeder Mahlzeit war zumindest in unserem Haushalt Standard. Langfristig gesehen war das sehr lohnend, mit knapp 40 habe ich immer noch keine einzige Füllung.

    Und ja, das Thema Rauchen habe ich auch wesentlich präsenter in Erinnerung als heute. Meine Tante hat meine Cousine und mich manchmal in die Trafik (österreichische Kombination von Tabakgeschäft & Zeitschriftenkiosk) zum Zigaretten kaufen geschickt. Die wurden uns selbstverständlich auch gegeben. Und auch wenn bei uns zu Hause niemand rauchte, sobald man die Wohnung verließ, war der Zigarettenrauch praktisch überall. Das ist zum Glück weniger geworden. Was es bei uns aber nicht gab, waren die allgegenwärtigen Zigarettenautomaten. Nachdem in Österreich nur Trafiken Zigaretten verkaufen dürfen, durften auch nur diese Zigarettenautomaten betreiben, und das war auf das Geschäftslokal beschränkt (der Automat hing meist neben dem Eingang) und eher für Benutzung außerhalb der Öffnungszeiten gedacht.

    Mich wundert ein bisschen, dass ihr kaum über die typischen Kinderarzt-Besuche gesprochen habt. Die haben sich bei mir am stärksten eingeprägt, was das Thema „Gesundheit in den 80ern“ angeht. Immer stand ein Becher mit Holzspateln am Arzttisch und jedes Mal wurde einem damit in den Mund geschaut (*würg*), auch wenn man nur zur Routinekontrolle da war … dafür gabs dann am Ende zur Belohnung eine meist ungenießbare Süßigkeit. 🙂

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    • PP

      Ach ja, zu den „drogengetränkten Löschpapieren“: Diese Legende kursierte damals auch in Österreich. Legende deshalb, weil ich viele Jahre später mal dazu recherchiert (denn unglaubwürdig kam mir das schon als Kind vor) und rausgefunden habe, dass es sich dabei nur um eine Urban Legend handelte (man könnte auch Verschwörungstheorie sagen). Tatsächlich gibt es keinerlei Hinweise, dass es je sowas gab.

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  6. Matthias

    Das Thema AIDS war auf jeden Fall gegenwärtig. Auch im Sinne einer vernünftigen Aufklärung. Hierzu fällt mir aus heutige Sicht der ikonische Werbespot von 1989 mit Ingolf Lück und Hella von Sinnen ein. Reine Nostalgie 😉
    https://youtu.be/XEe2t3nRB9U

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  7. Torben

    Also ein Allheilmittel habt ihr zu meinem Entsetzen leider vergessen.
    Wenn’s auf dem Sportplatz oder in der Sporthalle zu Verletzungen kam, wurde *immer* als erstes das Eisspray gezückt! Hilft erwiesenermaßen bei Prellungen, Stauchungen, Dehnungen und sonstigen kleineren Verletzungen.
    Vielleicht noch schnell meine „schönste“ Verletzungsanekdote: Ich wurde beim Fußball gefoult, was nicht weiter schlimm war, kam jedoch ins straucheln und fiel auf meinen Arm, der zwar heil blieb, mir aber gleichzeitig einen Rippenbruch einbrachte.
    Ansonsten bleibt nur mal wieder Danke für diese schöne Folge zu sagen!

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  8. Horst

    Dickes Lob, für die tolle neue Folge im Allgemeinen und für das Statement zum Impfen im Speziellen. Besser als Christian es dargestellt hat kann man es nicht zusammenfassen.

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  9. Simone

    Okay, ihr habt euch eine Geschichte verdient. Ich bin im frühen Grundschulalter – so schätze ich mal – im Hochsommer mit fast nichts an im Garten umhergesprungen. Als mein Papa dazukam, habe ich ihn vollgequatscht mit irgendeiner längeren Geschichte. Dabei bin ich rückwärts gelaufen. Dass er mir zurief, ich solle aufpassen, habe ich nicht registriert. Und so habe ich mich rückwärts in einem Kaktus gesetzt, der vor einem Rosenstrauch stand. Überflüssig zu erwähnen, dass mich der Schwung beim Hinsetzen nach hinten in die Rosen hat stürzen lassen. Ich kann mich an den Schmerz nicht mehr erinnern, aber ich habe noch eine ganz klare Erinnerung daran, wie ich – dann ganz nackt – bäuchlings auf einer Bank lag und meine Eltern jeder mit einer Pinzette in der Hand neben mir knieten und mir die Stacheln und Dornen aus der Rückseite entfernt haben … 🙂 viele Grüße!

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  10. Lizzy

    Ich bin ein wenig irritiert, dass Ihr nicht gegen Röteln geimpft worden seid. Ich weiß aus eigener Impfgeschichte, dass es diese Impfung seit dem 80-igern gibt. Allerdings kann es sein, dass damals nur Mädchen geimpft wurden, weil Röteln in der Schwangerschaft halt ziemlich problematisch sind.

    Liebe Grüße,

    Lizzy

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    • Mahoney

      Bei uns wurden definitiv immer nur die Mädchen in der Klasse gegen Röteln geimpft. Ich weiß noch, dass die Jungs zwar einerseits froh waren, dass sie nicht noch eine Impfung bekamen, aber andererseits auch neidisch, weil die Mädels dadurch einen Eintrag mehr im Impfpass hatten…

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  11. David

    Kurz zum Thema Impfen: Ein wichtiger Unterschied zu den 80ern, erklärbar auch durch den enormen Anstieg an zu impfenden Krankheiten, ist die heutige Mehrfachimpfung. Es werden ja teilweise sechs Krankheiten mit einer Impfung erledigt. Ein Bekannter von mir ist ein „Impfkritiker“, der zwar seine Kinder alle hat impfen lassen, Mehrfachimpfungen aber skeptisch sieht, und gerne (bei Selbstzahlung) darauf bestehen wollte, alle Impfungen einzeln zu machen. Laut seiner Aussage sei das heutzutage aber gar nicht mehr möglich, weil einige der Impfstoffe nur noch in Kombi-Packungen erhältlich seien (ich habe diese Aussage nicht überprüft, und ich erwähne sie hier vor allem, um den Unterschied zu den 80ern zu verdeutlichen).

    Ganz generell hätte man sicherlich noch einiges aus dem Thema Krankenhaus und Arzt herausholen können. Ist einer von euch nicht mit einer Ärztin verheiratet? Vielleicht wäre das mal ein ganz netter Gastauftritt gewesen. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass zum Beispiel in punkto Anästhesie und ähnliches sich extrem viel getan hat. Bei meiner Mandel-OP habe ich damals noch den Schlauch mit dem Lachgas vors Gesicht gehalten bekommen, ich glaube, das wird heute anders gemacht. In den 80ern gab es auch meines Wissens viel weniger „ambulante“ Operationen. Wenn man im Krankenhaus war, dann bliebt man da fast immer auch mindestens eine Nacht oder einige Tage. Auch „Ärztehäuser“, zu denen sich viele Ärzte zusammengeschlossen haben, gab es in Westdeutschland kaum, das ist heute viel häufiger der Fall. Und natürlich gab es damals keine Krankenkarte von der Versicherung. 😉 In früheren Folgen wart ihr da teilweise akribischer und habt uns Hörer da mit an die Hand genommen und Schritt für Schritt auch darauf aufmerksam gemacht was es an Ort XY gab oder nicht gab.

    Die 80er dürften auch das Jahrzehnt sein, in der die Zahl der Allergie-Erkrankungen deutlich angestiegen ist. Ich erinnere mich an wenige Erwachsene, aber mehrere Kinder, die zu meiner Jugend Heuschnupfen, Asthma und ähnliches entwickelt haben. Auch Lebensmittelallergien waren damals seltener. Mal abgesehen von der Tatsache, dass es heutzutage auch vermehrt Menschen gibt, die freiwillig (und meist unnötig) auf Milch oder Gluten verzichten, hat der Anstieg der Glutenunverträglichkeit offenbar etwas damit zu tun, dass sich in den vergangenen Jahrzehnten durch Kreuzungen auch unser Weizen stark verändert hat und immer ertragreicher aber weniger robust geworden ist (so hat es mir mal ein Bäcker erklärt).

    „Cola und Salzstangen“ sind übrigens heute kein anerkanntes Hausmittel mehr. Also Salzstangen prinzipiell schon noch, aber die Sache mit der Cola war damals schon ein Mythos und hilft gar nix.

    Wadenwickel habe ich als Kind gehasst. Sie waren noch schlimmer, als salamigroße Zäpfchen, und es gab nichts fürchterlicheres, als bei Fieber dieses kalte Zeugs um die Beine geschlungen zu bekommen. Ich glaube, einmal habe ich davon sogar halluziniert. Ich bin sehr überrascht, wie positiv ihr Wadenwickel wahrgenommen habt… Bei den Tabletten ging es mir genauso wie Peter. Für mich mussten Tabletten auch zerkleinert, zerstampft und sonstwas werden, und es hat immer alles nur noch schlimmer und unappetitlicher gemacht.

    Sonnenbrand war in den 80ern Gang und Gäbe. Nix mit Hautkrebs-Gefahr. Aus dem Urlaub kamen viele Menschen rot verbrannt zurück, und es gab viel mehr Menschen als heute, die sich zum „Sonnenbaden“ direkt in die Sonne gelegt haben. Und Lichtschutzfaktor 20 galt damals schon als sensationell stark. Oder hattet ihr das schon in der Urlaubsfolge besprochen?

    Zu Kampagnen, Aufklärung und Co. fiel mir noch das Buch „Peter, Ida und Minimum“ ein, das damals gefühlt auch in jedem Haushalt herumlag, und meiner dunklen Erinnerung nach bahnbrechend war, weil es Sexualaufklärung für Kinder gemacht hat. Das ist auch eindeutig 80er, hab gerade nochmal nachgesehen, es kam 1979 erstmals raus.

    Dass Drogen damals weniger vielfältig und weniger zur Selbstoptimierung genutzt wurden, würde ich bezweifeln. Man höre sich mal Grönemeyers „Alkohol“ (1984) mit allen Strophen an, da zählt er die Welt der Drogen ja munter auf, und wie ihr ja zumindest anreißt, galten LSD, Speed oder Koks damals durchaus als Yuppie-Drogen, die man sich sehr wohl auch reinpfiff, um im harten Banker- und Ärzte-Business die Nacht durchzuarbeiten (oder als Künstler, etc.).

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  12. Lucie Buch

    Ohhh vielen vielen Dank für diese Folge!!!

    Ich höre ja auch sehr gerne den StayForever Podcast, gerne auch mal öfters ein und die gleiche Folge (wie diesen hier auch) – habe euch nun auch schon Freunden & Familie empfohlen 🙂 , aber daher wusste ich, dass ihr noch lebt – Peters Artworks für den StayForever Podcast überraschen mich immer wieder aufs neue!

    (Würde mich übrigens, um eure Liste an Themen vllt. noch zu erweitern, sehr über ein Folge freuen die sich mit Movie-Plakaten/Poster/Plakat Werbung befasst (zwar wurde dieses Thema schon in Filme1+2 und Werbung bzw. Zeitschriften oder Essen zeit-weil angesprochen, aber der „Wandel“ der 2D-Werbung wäre sicherlich hörenswert – besonders mit Peters Kenntnissen! :D)
    Da könntet ihr dann wirklich Bezüge auf ältere Folgen nehmen, um vielleicht die neueren Hörer anzuregen und ältere mit einzubinden ;).

    Auf jeden Fall genieße ich nun erstmal diese Folge und ein großes Danke an euch!
    Und jene die eure Arbeit zu schätzen wissen, warten auch mal gerne noch ein paar Monate länger 😉 !

    Alles Gute!

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  13. Pierpaolo Kompat

    Zum Thema Nichtraucherschutz! Bei und in der Stadt gab es im Kino ein mal die Woche (!!!) Einen NICHTRAUCHERTAG! XD XD

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  14. DerBesserwisser

    Anscheinend etwas kurios, aber was ich mit Kindheit und Halsschmerzen in Verbindung bringe ist Schneckensaft. Den gabs bei uns in der Dorfapotheke, enthielt auch tatsächlich Schneckenextrakt, aber vor allem Zucker – und hat deshalb immer zur „Freude“ über Halsschmerzen geführt. In die gleiche Kerbe schlägt auch Lemocin Lutschtabletten, wobei das vielleicht auch schon 90er – Material ist.

    Nachdem ich irgendwann im Grundschulalter mal eine Bauchlandung auf sehr rauhem Asphalt gemacht hatte, hat meine Großtante den Schweineschmalz ausgepackt und die ganzen Schürfwunden dick bedeckt – hab aber keine Ahnung mehr, ob das irgend etwas gebracht hatte.

    Hab mich gefragt, ob die ständige Nähe zu Herrn Lott Auswirken auf die beiden Protagonisten hat – die beiden Anekdoten zum Dachbodensturz und der Oberlippe gabs doch schon mal (allerdings mit etwas weniger Details, glaube ich).

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  15. Sebastian

    Ich bin ja ein Kind der 90er, aber ich kann mich auch damals nicht daran erinnern, dass Betäubungen beim Zahnarzt zum Standard gehörten. Augen zu und durch hieß das Motto. Apropops, die ersten elektrischen Zahnbürsten gab es bei uns zu Hause auch erst in den 2000ern, davor war Handbetrieb angesagt. Dafür lagen beim Zahnarzt immer die schönen Comichefte rund um Zahnpflege aus, ich fand das super.

    PS: Und wer, wie ich, gleichzeitig vier Weisheitszähne nur mit lokalen Betäubungen ziehen – z.T. eher heraushebeln und -sägen – lässt, der lacht nun eh über jede Standarduntersuchung.

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  16. Michael L Jaegers

    Was mir noch einfällt – und ja, ich habe eure Folge leider jetzt erst gehört, aber da es ja eh lange gedauert hat – … hach …

    – Mein Impfpass ist noch grau und aus so einem Papier, das auch einen Waschgang mitmacht … waren die gelben schon in den 80er angezeigt?
    – Kinderarzt und Zahnarzt Besuche in den 80ern habe ich vor allem mit überfüllten Wartezimmern und ewiglangen Wartezeiten – trotz Termin! – in Erinnerung.
    – Husten- und Erkältungssäfte waren mit Alkohol. Hier muss ich euch wohl etwas korrigieren, denn das Medikament, das diesbezüglich etwas in „Verruf“ geriet, war nicht das Wick VapRup (das zum einreiben, quasi der Tigerbalsam mit Markennamen), sondern das Wick Medinait.
    – Dann war da noch dieses böse Gerät, mit dem meine Kinderärztin immer Blut aus dem Finger abgezapft hat. Das war sicherlich einen halben Meter groß und besaß eine Mechanik, wie die Stempelautomaten – nur um einen kleinen Pikser in den Finger zu machen und dann einen Tropfen Blut dort herauszuquetschen. Alleine die Apparatur reichte aus, um einem Angst und Bange werden zu lassen 😉
    – Allergien in den 80ern … da gab es nur Heuschnupfen. „Niemand“ hatte eine Unverträglichkeit auf Laktose, Gluten, oder was weiß ich. Selbst Neurodermitis hatte niemand. Das lag aber mehr daran, dass diese Krankheiten zum einen nicht so bekannt waren, aber vermutlich auch, weil eine ganze Reihe an Umweltgiften sich (noch) nicht so angesammelt hatten. Oder lag es doch daran, dass wir einfach viel mehr im Dreck gespielt haben und abgehärtet waren?
    – Operationen und so: Der Klassiker Blinddarmentzündung, der war omnipräsent und das war stationär (mindestens eine Woche) mit richtigem Schnitt im Bauch, also nichts mit Endoskopie und so. (Was ist überhaupt Endoskopie?)
    Ja, ein Bänderriss wurde operiert und anschließend mit einem Gipsfuß therapiert.

    Ach ja, die guten alten 80er 😉

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    • Michael L Jaegers

      Ach ja, und der Grund, warum die Quecksilberthermometer vor Gebrauch geschüttelt werden mussten, ist der, dass im unteren Bereich, oberhalb der Kammer in der das Quecksilber ist, eine Verengung im Steigröhrchen ist. Erwärmt sich das Quecksilber, wird es durch die Verengung gequetscht, kann allerdings bei der Abkühlung nicht wieder zurück. Hierdurch kann die Temperatur auch nach einiger Zeit ohne Wärmezufuhr noch abgelesen werden.
      Durch das „Schlagen“ wird das Quecksilber dann wieder durch die Verengung zurückgeschleudert und damit wieder einsatzfähig gemacht.

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