Episode 15: Brettspiele

Audio

YITE 15 - CoverDas monatliche Auswürfeln des Themas für die Young in the 80s-Folge hat dieses Mal die Gesellschaftsspiele ergeben: Christian und Peter kämpfen sich Feld für Feld vorwärts im Gespräch über Brett- und Karten-, Würfel- und Quizspiele, während die Sanduhr erbarmungslos herunterläuft.

Natürlich werden die zeitlosen Klassiker von „Monopoly“ (blöd) über „Vier gewinnt“ (geht) bis „Cluedo“ (super) durchgesprochen, aber interessanter finden die beiden Spielgeld-Millionäre die Entwicklung des „German style board game“, die von den 80ern aus bis in die Gegenwart strahlt, und die Themen, die in den 80ern in Spielen verhandelt werden – vom turbokapitalistischen „Hotel“ bis zum psychedelisch-ökologischen „Sauerbaum“.

Und was hat es mit der geheimnisvollen „Kakteenjagd in New York City“ auf sich…?

Viel Spaß beim Hören und Kommentieren!

Download | iTunes | RSS-Feed

19 Kommentare zu “Episode 15: Brettspiele

  1. SledgeNE

    Ui, sehr schön, eine neue Folge. Wird später reingehört. 😉

    Mein Cousin und ich bekamen damals ein Brett-Spiel namens „Die Rauchermonster“. Die Rauchermonster sehen so aus wie die Gumbas aus Super Mario Bros (1986, NES) nur mit dem Unterschied, das sie Fell hatten und jeweils eine Zigarette im versteckten Mund hatten. Das ganze war natürlich sozialpädagogisch angelegt: Gesünder leben ohne Zigaretten. Man hatte ein Spiel-Brett gehabt, dazu gab es auch Aktions-Felder und Karten mit Aufgaben oder Fragen. Das Spiel ist heute relativ unbekannt, aber wir haben es damals sehr gerne und oft gespielt. Spiel des Lebens fand ich als Kind interessant, aber hinterher recht schnell langweilig. Ich hatte mal Monopoly versucht zu spielen, aber mich hat es damals schon nicht begeistert. Die letzten Spiele der anderen art, die ich auch gespielt hatte, waren „Der Klack-Pirat“ und „Käpt’n Klappermann“.

    Antwort
  2. Manolo

    „Europareise“ hatte ich (heute 41) als Kind auch. Ich kenne aber auch niemanden, der die topologische Brettvariante spielen wollte.

    Es gab auch das thematisch gleiche „Deutschlandreise“ (incl. Ost-Deutschland bzw. der DDR), was ich persönlich besser fand. Ob es dort der Spielplan zweiseitig bespielbar war ist mir aber nicht mehr bekannt.

    Antwort
  3. weckman

    Ja, also was denn, nicht mit einem einzigen Wort wurde der größte aller deutschen Spieleentwickler, ein Genie seiner Zunft, erwähnt – Reinhard Mey. Sehr enttäuschend, ich muss schon sagen… 😉

    Und von einem Kenner der Computerspiele-Szene wie Christian hätte ich auch eigentlich stark vermutet, dass er natürlich die gar großartigen Brettspieleumsetzungen solcher Arcade-Klassiker wie Pac-Man und Donkey Kong von MB erwähnen, ach, was sage ich, in den analogen 8bit-Himmel loben würde! Diese konnten nämlich auch in Sachen Haptik stark punkten. Selten machte das Fressen einer Pille mit dem Donut-großen Pac-Man mehr Spaß, und der Gummizug-Mechanismus, mit dem Donkey-Kong mittels eines Drucks auf seinen Arm stets ein neues Fass auf das Spielbrett setzte – genial! Eine wahre Schande, dass unsere Mutter diese Klassiker irgendwann einfach an Nachbarn verschenkt hat…

    P.S.: Weiß ja nicht, ob Christian erkältet war, aber während der ersten Minuten fragte ich mich schon kurz, wer denn der Überraschungsgast sei… 🙂

    Antwort
    • Christian Author des Beitrags

      Stimmt, ich war etwas erkältet, aber zum Glück schneiden wir die ganzen Schniefer und Schneuzer raus. 🙂

      Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nicht mal wusste, dass es zu Pac-Man und Donkey Kong Brettspiel-Umsetzungen gab! Au weia! Wieder was gelernt, danke!

      Antwort
  4. David

    Ein technischer Verbesserungsvorschlag:

    Ich hänge im Moment häufig an unzuverlässigen, langsamen Internetleitungen. Für solche Leitungen ist die Podcast-Verteilung per BitTorrent sehr praktisch. (Lässt sich wohl recht einfach per bitlove.org einrichten.)

    Ansonsten ein lautes „Weiter so!“ 🙂

    Antwort
  5. insanelygreat

    Was mir zu den 80ern als erstes einfällt sind die schon erwähnten Supertrumpf-Spiele oder „Autokarten“ wie sie bei uns genannt wurden. (Die Panzer hat bei mir auch die Mutter verhindert) Ich hatte eine Variante zum 100sten Jubiläum des Automobils mit 100 Karten aus 100 Jahren Autogeschichte mit der man natürlich auch viel länger spielen konnte als mit den normalen. Besonders viel Spaß hat es gemacht, wenn man geschafft hat mit dem Gewicht von unter 1000 Kilo des ansonsten lächerlichen Benz Motorwagens den unschlagbaren Ferrari F40 zu ergattern.

    Dann wäre noch „Atlantis“ zu ergänzen. Bei dem man mit seinen Spielfiguren von einer sinkenden Insel flüchten musste. Typisch 80er mit schöner aber ausnahmsweise robuster Plastikausstattung.

    Zu den MB Spielen. Die Sichweise war bei uns genau so wie bei euch, auch wenn man sich die üppigen MB Spiele nicht zuletzt wegen der Fernsehwerbung ja schon gewünscht hat. Die leicht kaputt gehende Plastikausstattung führte aber dazu, dass MB Spiele bei unserer Mutter schonungslos in die Kategorie „Lumpezeug“ abqualifiziert wurden die es praktisch nicht gab und unterm Weihnatsbaum schon mal mit einem Ravensburger Spiel substituiert wurden. (Vielleicht ist das auch zu verstehen wenn man einen Steinwurf von Ravensburg entfernt wohnt) Im Nachgang hat sie aber immer recht behalten und ich habe immer tolle Spiele bekommen.

    Ansonsten super Folge und super Podcast. Macht weiter so. Es ist jeden Mal eine Freude euch zuzuhören.

    Antwort
  6. Aurelius

    hach großartig, ein Pd über Brettspiele. Wieder ein sehr tolle Folge und jetzt ratet mal wo ich die Folge gehört habe. Während der Arbeit im….Brettspiellager. Musste gut lachen als ihr Sagaland erwähntet und ich genau in dem Moment davor stand. 🙂

    Risiko wird übrigens heute noch sehr viel nachgefragt, scheint mir für Jugendliche (Jungs) ein immer noch sehr populäres Spiel zu sein. Außerdem gibt es seit den 90ern die Version, die tatsächlich mit Figuren bestückt ist und nicht diesen Holzsternen. Interessanterweise wird, gerade jetzt im Weihnachtsgeschäft, Monopoly und Spiel des Lebens immer noch sehr häufig gekauft, ich frag mich da auch immer wieso. Gibt sooo viel Besseres.

    Das einzige was ich mir noch gewünscht hätte, wäre eine systematischere Einordnung bzw Abgrenzung von den Jahrzehnten davor und danach, also mehr davon. 🙂 Das ist jetzt aber auch wirklich nit picking.

    Toller Pd!

    Antwort
  7. KristoferPetersen

    Tolle Folge! Bin selbst ein Kind der 90er, aber natürlich auch mit vielen Brettspielen der 80er aufgewachsen. Kann mich noch gut an „Hotel“ erinnern, das habe ich als Kind geliebt – nicht zuletzt wegen der haptischen Komponente. Schlecht gebalanced war es aber wirklich. Auch Klassiker wie das „Spiel des Lebens“ oder „Monopoly“ wurden natürlich auch noch Anfang der 90er gespielt. Ersteres war aber so ziemlich das langweiligste Spiel auf Erden, da man selbst als Achtjähriger schnell durchschaut hatte, dass einzig das Drehradglück entscheidet.

    Bei den Wissensspielen habt ihr das „Spiel des Wissens“ vergessen. Da ihr aber natürlich immer von eurer eigenen Biographie ausgeht, ist das zu verschmerzen. 😉

    Auf jeden Fall kamen viele Erinnerungen an die eigene Kindheit hoch. Ich hatte ganz vergessen, wieviele Stunden ich damals mit diversen Brett- und Kartenspielen verbracht habe. Noch heute liebe ich strategische Brettspiele und Kartenspiele aller Art. Als Bayer natürlich ganz besonders das einzig wahre Schafkopf, dem einzigen Spiel, in dem grün = blau ist.

    Antwort
  8. Jolly

    Wieder einmal alle Daumen hoch…!!!!

    Ihr habt uns keine FROHE WEIHNACHTEN UND EINEN GUTEN RUTSCH gewünscht…. Das heißt wohl, dass wir noch ein Special dieses Jahr erhalten werden….evtl. mit der coolen Mama…. 😉

    Freu mich jetzt schon und DANKE im Voraus….

    Antwort
  9. Mahaman

    Wie immer ein sehr schöner Podcast. Eure Spielauswahl deckte sich zu großen Teilen mit dem was ich als Kind so in der Familie oder mit Freunden gespielt habe (wenn auch meist erst in den 90ern). Da kamen einige schöne Erinnernunge hoch. Danke dafür!
    Doch als ihr Goldgräber erwähntet, ging mir glatt ein Seufzer über die Lippen. Ich mochte das Spiel irgendwie nie, aber immer wenn meine Cousine zu Besuch kam, wollte sie unbedingt Goldgräber spielen und sie kam recht häufig zu Besuch. Gutmütig wie ich bin hab ich natürlich mitgespielt. Das Trauma hält bis heute an 😉

    Antwort
  10. Veit Schleevoigt

    Ich muss sagen ich kannte die wenigsten der genannten Spielen. Klar Monopoly, Spiel des Lebens und Mensch ärger dich nicht sind bekannt, aber Schlangen und Leitern, Hotel nie davon gehört. Aber hey ich bin auch ’93 im „Osten“ geboren. Bei mir wurde schon immer ddie große Spielesammlung mit Dame, Mühle, Backgammon, als auch Schach gespielt. Mit großer Runde auch Siedler von Catan, Monopoly und Spiel des Lebens, aber viel häufiger zu zweit, die zuerst genannten. Als Kartenspiel auch ganz viel MauMau.

    Zuletzt noch eine Frage, um eine gewisse beobachtete Tendenz zu untersuchen: Könnt ihr Skat? Alle Kommolitonen die ich an der Uni kennengelernt habe teilen sich in die zwei Gruppen, die Ossis können Skat, die Wessis nicht (Die dafür oft Doppelkopf) sogar ein Kommilitone der aus Westberlin bestätigt dies, indem er kein Skat kann. Aber hey könnte Conformatiin-Bias sein.

    Antwort
  11. Johannes

    Das war wieder eine schöne Folge. Vor allem da ich sehr gerne Brettspiele mag. Lustigerweise habe ich tatsächlich einige bekanntere nie gespielt, z.B. Client und das Spiel des Lebens. Scotland Yard habe ich glaube ich in etwa wie ihr gespielt, ich weiß bis heute nicht, wie es wirklich funktioniert.

    MB Spiele mochte ich ehrlich gesagt nie, irgendwie passte das Spielerlebnis nicht zur Aufmachung. Das setzt sich bei mir bis heute fort: Spiele die einen mit Spielmaterial überrollen, das Material aber ineffizient nutzen oder zur Verwendung unnötig komplexe Regeln haben, mag ich bis heute nicht. Was mich immer wieder beeindruckt ist, wenn das Spielmaterial clever gestaltet ist und Regelmechaniken verstecken.

    Antwort
  12. André

    Sehr schöne Folge !
    Von den Arcade-Umsetzungen hatte ich „Popeye“, da musst man Herzen fangen wie auf dem Automaten…
    Gerne gespielt habe ich mit nem Freund auch „Zoll“.
    Typisch Achtziger war bestimmt auch das Mad-Brettspiel mit Alfred E. Neumann und das dazugehörige Kartenspiel, (das war so ne Art Uno mit Alfred… 🙂 )

    Und dann hatte ich noch ein Captain Future Brettspiel, das mit der Serie absolut gar nix zu tun hatte, ausser dem Bild auf der Packung.

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.