Episode 2: Hörspiele

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Folge 2: HörspieleWarum zum Teufel hört eine Generation von 30-Jährigen heute noch Die drei Fragezeichen? Was war so faszinierend an Bibi Blocksberg, TKKG oder Regina Regenbogen?

Christian und Peter erklären in der zweiten Folge von Young in the 80s den Siegeszug der Audio-Kassette und den Boom der Kinderhörspiele, klären ein für alle Mal den Kampf ??? gegen TKKG und würdigen Abseitiges wie Arborex und den Spaßvogel.

Am Ende regt sich Christian furchtbar auf; es fällt der Satz “Des is a Wurschtigkeit, des ärgert”. Das Gespräch endet harmonisch.

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0:00  Das Jahrzehnt der Kassette
8:39  Wie man Regina Regenbogen richtig hört
15:35  Die Blüte des Kinderhörspiels
19:46  Wo liegt eigentlich Rocky Beach?
28:31  Peter Shaw darf keine Freundin haben
31:00  Was ist die beste ???-Folge?
44:25  TKKG: Fantasie und Turnschuhe
53:39  Synchronsprecher sein ist ein hartes Brot
1:00:00  Der ewige Kampf: ??? gegen TKKG
1:05:13 Arborex und der Geheimbund KIM: Öko-Science-Fiction
1:16:20 Bibi Blocksberg verdirbt die Jugend
1:29:16  Benjamin Blümchen und die Hörbuch-Mafia
1:34:17 Der Spaßvogel: Ein bisschen Stretch muss sein!
1:40:06  Erzähl mir was
1:45:31 Der Hörspiel-Crash der 90er und das Star-Wars-Problem
1:56:48 Speiseeis ist auch keine Lösung

Shownotes

 

44 Replies to “Episode 2: Hörspiele”

  1. Julia

    Hi, das ist die erste Folge, die mir von euch in die Hände gefallen ist. Ganz großartig! Bitte weitermachen und noch ganz viele stundenlange Folgen produzieren!

    Grüße aus dem hohen Norden!

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  2. Haplo

    Bin dem Lockruf des Herrn Kaliban zur ersten Ausgabe gefolgt und auch wieder begeistert. 1977 ist halt auch ein guter Jahrgang 🙂
    Hörspieltechnisch fehlte allerdings meiner Erinnerung nach John Sinclair, der glaube ich auch auf eine Menge Folgen gekommen ist (von denen ich zumindest Unmengen gehört habe – ganz im Gegensatz zu Regina Regenbogen)!
    Ansonsten scheint Peter ja Gunnar ersetzen zu wollen: ich hörte mehrmals „Wurscht!“ (und sogar „Fallhöhe“ kam von ihm! Mit den beiden Worten könnte er ja StayForever alleine machen – tztztz!)
    Weiter so!

    Antwort
  3. Daniel

    Einfach Super! Macht weiter so!
    Informativ und ich (BJ 1981) kann in Erinnerungen schwelgen!

    Gruß Daniel

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  4. fastpath

    Bei mir und meinen Brüdern ist es erstaunlich, wie viele Insider-Sprüche sich durch Hörspiele entwickelt und über die Jahre gerettet haben.

    Wenn einer von uns den Spruch „Irgendetwas stimmt da nicht“ in der richtigen Betonung sagt, kommt sofort so etwas wie „Riesige Orangenpressen, Ausserirdische im Anflug und alles was dir dazu einfällt ist, dass da etwas nicht stimmt!“ 😀

    Aber hat man bei euch ja auch gemerkt, dass viele Sprüche und Titelmelodien nicht vergessen werden!
    Waren zu eurer Zeit auch schon Hörspiele von Comic-Serien wie den Ducktales relevant? Die fanden wir damals ja auch ziemlich gut!

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    • Christian Author des Beitrags

      Ja, wir haben die Duck Tales mit Begeisterung gesehen. Die Titelmusik! Fantastisch! Wir hatten sogar das dämliche PC-Spiel zur Serie.

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  5. cat5e

    Achtung, Leserkommentar der Kategorie „eigene Erlebnisse“. Podcast natürlich wie „stay forever“ sehr anhörenswert, macht Laune, weiter so! 😉

    Tja, ich kann mit Fug und Recht behaupten, genau an der Schnittkante zwischen der Bevorzugung von Büchern auf der einen und Hörspielen auf der anderen Seite gelebt zu haben.

    In meinem Geburtsjahrgang (1970) ging der Riss genau durch den Schuljahrgang, und die Lager waren klar getrennt. Mein Schlüsselerlebnis vom Zusammenprall der Welten dreht sich, natürlich, um die ???. Als 11/12-jähriger (also 1981/82) muss ich jedes verfügbare Buch besessen und verschlungen haben. Ja, damals sind diese wirklich noch unter dem Label „Alfred Hitchcock“ erschienen, was sich heutzutage anscheinend niemand mehr traut. Wer zur Hölle ist Albert Hitfield?

    Jedenfalls hielt ich mich eines schönen Tages im Spielkeller eines Klassenkameraden auf, und dort befanden sich neben der obligatorischen Playmobil/Lego-Sammlung auch der Kassettenspieler mit einigen der damals neuartigen (und auch -modischen) Hörspielkassetten. Die ??? und TKKG, wenn ich mich recht entsinne. Neugierig geworden, bat ich um das Anhören einer ???-Kassette, die einem mir bekannten ???-Buch entsprach.

    Welche Enttäuschung! Erstens, die krasse Realität der Sprecherstimmen der Hauptcharaktere ging meiner eigenen, durch Lesen geformten Phantasie völlig zuwider. Vielleicht kann ich deswegen dem neuzeitlichen „Kult“ um die Sprecher nichts, aber aber auch gar nichts, abgewinnen.

    Und zweitens, was noch viel schwerer wog, der Umfang der hörbaren Geschichte entsprach vielleicht einem Drittel der Geschichte im Buch. Völlig inakzeptabel! Wie konnte man sich nur freiwillig mit einer solchen Verstümmelung zufrieden geben, wo das Buch doch so viel… reicher ist?

    Damals war mir natürlich nicht klar, dass das auf Kosteneffizienz getrimmte Massenprodukt Hörspiel-Audiokassette pro Seite schlanke 25-30 Minuten Abspielzeit hatte, das Bandmaterial zumeist aus dem billigen Chromdioxid. Und in 50 bis 60 Minuten erzählt man natürlich kein ganzes Buch. Und Sprecher wollen ja auch nach Zeit bezahlt werden.

    Dieses frühe, subjektiv als negativ empfundene, Erlebnis eines Mediumtransfers war prägend. Ich habe in meinem Leben niemals auch nur eine Hörspiel-Kassette besessen, ich wollte gar keine. Konsequenterweise hing ich dann auch eher mit lesenden Schulkameraden rum, weil mit denen konnte man ja Bücher tauschen. Für diejenigen, die in der Pause von einer tollen neuen Hörspiel-Geschichte erzählen wollten, gab es nur mitleidige Blicke aus der Buchleser-Ecke.

    Aber die Gräben waren glücklicherweise nicht allzu tief. Bei Comics konnten sich dann alle wieder miteinander unterhalten. Von denen gab’s in den frühen 80ern glücklicherweise noch keine Hörspiele. 🙂

    Was mich gleich zum obligatorischen Themenvorschlag bringt: Clever und Smart, Asterix, Lucky Luke, Lustige Taschenbücher (Phantomias!), Tim und Struppi, Spirou und Fantasio, Benny Bärenstark, Percy Pickwick, Isnogud, die Schlümpfe und natürlich Heftchen wie Micky Maus und Yps! Allesamt veritable Taschengeldgräber in den 80ern. *g*

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  6. Andreas

    Hallo Ihr Zwei,
    macht weiter so ich hoffe noch auf viele Folgen „Young in the 80s“.

    Bei den Hörspielen hat mir Jan Tenner gefehlt es gibt ja immerhin 47 Folgen und nocheinmal gut 10 Folgen eines versuchten Remakes.
    War einer meine Lieblingsserien in meiner Jugend.

    Mit Orko aus dem Zauberland aus „Masters of the Universe“ ärgere ich heute schon meine kleine Tochter.

    Gefehlt haben mir auch noch Holle Honig (18 Folgen), Flitze Feuerzahn (30 Folgen), Die Ampelmännchen (29 Folgen) und natürlich Captain Future.

    Grüße aus Frankfurt

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  7. Martin

    Moin Leute, tolle Folge, aber ich muss mich Andreas anschließen. Mir fehlte auch die Erwähnung von „Jan Tenner“ ( http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Tenner ). War meine Lieblingsserie in meiner Jugend. Und ich war nun doch etwas überrascht das sie scheinbar komplett an euch vorbei ging.

    Antwort
  8. HandyP

    Hi, ihr beiden, genauso wie Stay Forever ist das hier ein super Podcast.

    Als Jahrgang 1994 wollte ich mich mal melden, um euch zu informieren, dass Peters Kombo Lego + Hörspiel genauso meine Beschäftigung war an vielen Tagen als ich noch jünger war. Scheint was zeitloses zu sein 🙂

    Heute mach ich das auch noch ab und zu, nur das Lego durch Minecraft ersetzt wurde.

    Macht weiter so, es macht Spaß euch zuzuhören und ist sehr interesant, wie andere Generationen aufgewachsen sind.

    Grüße
    HandyP

    Antwort
  9. Chris

    Hallo ihr Zwei!

    Meiner Meinung nach eine ausgezeichnete Folge, wenn ich auch ein wenig enttäuscht über die kurze Abhandlung der Fünf Freunde gewesen bin: Mein Einstieg in die Hörbuchwelt ergab sich damals am Anfang der 90 Jahre (ich selbst bin BJ 82) durch meine weit entfernt lebende Großtante, die bei einem ihrer Besuche zwei Kassettenkoffer mit jeweils 30-40 Tonträgern unterschiedlichster Serien zurückließ. Den Großteil an Episoden machten dabei Die drei ??? und eben jene Fünf Freunde aus. Schade daher, dass euer Resümee über Letzteres so knapp ausgefallen ist. Zumal die mit Georgina einen Charakter in ihren Reihen hatten, die den von euch aufgezählten Klischees des blonden, vor Gefahr zu bewahrenden Mädchens, in Großteilen widersprach.

    Super Folgen, macht bitte weiter so!

    Gruß
    Chris

    Antwort
  10. Felix

    Vielen Dank für die Folge, welche für mich als Hörspielfan noch doppelt schön war. Ich kann allerdings Christian nicht beipflichten wenn er sagt, dass ??? so unfassbar viel schlechter geworden seien. Ich weiß jetzt nicht, ob das bei uns an nostalgischer Verklärung liegt, die bei dir, Christian, die alten Folgen in der Rückschau besser wirken lässt und bei mir einfach immer noch anhält und auch auf die neuen Folgen fällt :-). Nichtsdestotrotz hab ich auch mit den neuen Folgen immer viel Spaß und kaufe nach wie vor jede neue Folge, die da kommt. Man darf bei dieser Reihe auch nicht allzu viel Augenmerk auf Sachen legen wie dass Peter nach 160 Fällen immer noch ein Angsthase ist – gut, die Sache mit Bobs Weltraumreise, da gebe ich und auch jeder andere Fan dir Recht, das ist aber auch ein Klassiker in Sachen absurde Ausrutscher, der mittlerweile schon so lange her ist, dass er quasi schon wieder liebgehabt wird :-). Vielleicht schaue ich einfach auf die ??? noch mit Kindesaugen? Keine Ahnung, aber was auch immer es ist, ich bin froh, dass es da ist, so hab ich immer noch Spaß damit :-). Bei TKKG bin ich auch irgendwann (aber schon vor langer Zeit) ausgestiegen, weil ich irgendwann merkte, dass die doch oft sehr albern sind. Ich war nämlich einer der wenigen, die tatsächlich in beiden Lagern unterwegs waren.
    Ich habe für dich, Christian, weil du ja behauptet hast, es gäbe keine guten neuen Hörspielserien mehr, noch Erwähnungen wie Gabriel Burns, Sherlock Holmes oder Gruselkabinett. Wenn du die nicht ohnehin schon kennst, dann kann dich ein Reinhören vielleicht vom Gegenteil überzeugen. Allerdings muss man natürlich leider sagen, dass es dem Hörspiel als solchem nicht gut geht und viele kleine Labels, die Erwachsenenhörspiele herstellen wollen, schnell wieder verschwinden, weil es selbst in der Nische nur eine Nische bleibt. Schade, schade, aber wer weiß, vielleicht habt ihr ja jetzt mit eurer schönen Folge nochmal ein paar Leute zu Hörspielen zurückgebracht :-).

    Bis zur nächsten Folge!

    Antwort
  11. Larnak

    Schöner Podcast, schöne Folge, schönes Thema 🙂
    Hatte noch gar nicht mitbekommen, dass Christian hier auch unterwegs ist – Ja, auch ich komme von Stay forever und habe bei Gametube erfahren, dass es dieses Projekt gibt.

    Zu den ’neuen‘ (im Speziellen ???-)Folgen muss ich euch aber dennoch widersprechen:
    Ich mag die neuen deutlich lieber als die alten. Gerade die Folgen bis etwa Folge 60 stehen bei mir nicht sehr hoch im Kurs. Meine Lieblingsfolge ist mit Abstand die 100 (Toteninsel).
    Ob ich Akademiker bin oder nicht, möchte ich hier aber nun nicht diskutieren, das führt wohl etwas zu weit :p

    Die Situationen in den ersten Folgen sind mir allgemein oft zu albern, die Lösungen oft zu zufällig und vor allem die Schauplätze oft für den Zuhörer nicht nachvollziehbar dargestellt werden, sodass er im Verlauf des Zuhörens seine Vorstellung für einen bestimmten Raum ständig revidieren muss.
    Der Superpapagei ist ein gutes Beispiel dafür und mir ist überhaupt nicht klar, wie ausgerechnet diese Folge als beste Folge genannt werden kann 😉 . Die berühmte Geisterschloss-Folge ist ganz grausam, vor allem, wenn man sich anliest, wie der armselige Versuch, das Buch zu adaptieren, völlig daneben gegangen ist und wichtige Kernelemente der Geschichte einfach weglässt, wodurch die ganze Geschichte einen Kernpunkt ihrer Logik verliert. Noch schlimmer ist, dass trotzdem Verweise auf diesen Kernpunkt in den Dialogen verblieben sind, die so gegenstandslos werden.
    Oder Superwal: Da liegt plötzlich ein Wal am Strand und es wird ein Loch gebuddelt, wo er dann drin paddeln darf. Später schwimmt der Wal im Privat-Schwimmbecken eines Hauses. Wenn das nicht überzeugend klingt.
    Oder Höhlenmensch: Da wird mal eben eine halbe Stadt per Schlafmittel außer Gefecht gesetzt und es scheint niemanden wirklich zu interessieren.
    Oder das Atztekenschwert, bei dem mal eben so eine Hacienda abbrennt, weil irgendwie alle Arbeiter ewig weit weg sind und die Gebäude verlassen stehen gelassen wurden, obwohl sie gerade noch da waren und sogar Löschflugzeuge in der Nähe sein müssten.
    Oder die Automarder-Folge, in der ein Haufen Polizisten samt Zivilbürger eine achtlos weggeworfene Getränke-Dose, die gegen ein Auto prallt, als Versuch verstehen, die Scheibe des Autos gezielt zu durchschlagen – so blöd ist doch noch nicht mal der Bürgermeister aus „Benjamin Blümchen“ 😉
    Die Liste ließe sich fortsetzen: Der verschwundene Schatz, der rasende Löwe, der Phantomsee, die silberne Spinne, das Riff der Haie, der rote Pirat, das Volk der Winde, […]. Alle diese Folgen haben immer wieder große Probleme damit, ihre Geschichte und die Schauplätze glaubwürdig und nachvollziehbar zu entwickeln und zu präsentieren. Gerade bei denjenigen alten Folgen, die ich erst viel später kennengelernt habe, ist mir das stark aufgefallen. Bei den neuen Folgen fällt mir das im Vergleich deutlich weniger auf (Wenngleich es auch dort hin und wieder derartige Probleme gibt).

    Es ist also in etwa die Kritik, die ihr an den neuen Folgen anbringt, die ich an vielen früheren anbringe.
    Tatsächlich kann ich auch die Gleichförmigkeit, die ihr den neuen Folgen nachsagt, nicht nachvollziehen. Es gibt immer wieder Folgen, die deutlich anders sind, die aus dem üblichen ???-Schema ausbrechen oder andere Dinge probieren. „Das versunkene Dorf“ zeichnet beispielsweise die ganze Folge hindurch eine sehr düstere, unangenehme Atmosphäre, „der Nebelberg“ probiert eine neue Erzählweise aus, indem Bob ein Tagebuch schreibt und dabei vorliest, „Nacht in Angst“ greift das erwähnte Kammerspiel-Prinzip gelungen auf und die in mehrere Folgen aufgeteilte Europa-Reise bringt frischen Wind durch frische Schauplätze und Themen (Wobei die Folge, die in Deutschland spielt, etwas misslungen ist) oder einige Folgen, die die Rollen der Detektive durch gewisse Umstände vertauschen oder sie räumlich trennen. Auch die extra-langen Folgen sind nicht zwingend nur gestreckt, sondern entfalten (im Idealfall) auch eine deutlich komplexere Geschichte (Da kommt wieder meine Lieblingsfolge „Geisterinsel“ ins Spiel 🙂 ).

    Natürlich sind nicht alle neuen Folgen gut und auch nicht alle alten schlecht, aber in der Mehrheit sehe ich zumindest diese Tendenz in meiner Reflexion.
    Die Raketen-Folge, die Christian anspricht, ist aber tatsächlich ein Totalausfall.

    Wo ich der „neue Folgen sind blöd“-Meinung zustimmen muss, wären die 5 Freunde. Mit jedem ‚Stimmenwechsel‘ wird es dort schlimmer, die Faszination und das Besondere der Personen-Konstellation wird immer weiter verwaschen, die Umgebung immer beliebiger, die „verschlafenes-England“-Atmosphäre verschwindet.

    Antwort
  12. Sokratix

    Servus, bin nun auch auf dieses Format gestoßen und sehr begeistert! Meine spontane These zum Hörspiel-Schwund der 90er: Sie wurden nicht mehr (neu) gekauft. Ich selbst (Jahrgang 1988) kenne Hörspiele hauptsächlich als aus der örtlichen Stadtbibliothek ausgeliehen. (Weshalb ich mit „Hörspiel“ auch irgendwie immer die in verschiedenen Graden des Zerfalls und der Versifftheit befindlichen Kassettenhüllen verbinde….) Da gab es halt auch sämtliche Folgen von ???, TKKG usw. gratis verfügbar, was halt eine gewisse Sättigung brachte, neu brauchte man da eigentlich nix mehr kaufen. (Weshalb meines Wissens auch nur eine Handvoll selbst, teilweise gebraucht gekaufter Kassetten und CDs mit Hörspielen im Familienfundus sind…) Der Hype in den 80ern könnte halt auch damit zusammengehangen haben, dass es noch keine solche Masse an verfügbaren alten Folgen gab, aus denen (Neu-)Hörer sich bedienen konnten, sondern diese erstmal noch erscheinen mussten.

    Antwort
  13. Christoph Pfeuffer

    Ihr habt in der Folge die großartige Science-Fiction Hörspielserie JAN TENNER nicht erwähnt. Habt ihr die als Kinder nicht gehört? Ich und mein Bruder hatten sogar alle 46 Kassetten. Die ist sogar seit kurzem remastered in Itunes erhältlich.

    Antwort
  14. SirNicholas

    Ich habe gerade wirklich mit Genuss diesen Podcast gehört, da er mich, trotz meines Alters von 18 Jahren an meine eigene Kindheit erinnert hat.
    Benjamin Blümchen, Bibi Blocksberg und nicht zuletzt die ??? gehörten für mich schon immer einfach dazu.
    Ich, der mit den ??? der 90er bzw 2000er aufgewachsen ist, kann jedoch nicht dieses „Bashing“ in den letzten 20 Minuten verstehen.
    Ok mit „Todesflug“ hast du echt DAS negativ Beispiel überhaupt genannt (ähnlich schlecht bzw. frei jeder Logik und Realität ist sonst nur „Vampir im Internet“), vergessen wurden jedoch auch die Perlen dieser Zeit wie etwa „Spuk im Hotel“, wo neben den drei Protagonisten so viele tolle Persönlichkeiten auftauchen, wie in sonst keiner anderen Folge.
    Oder man denke an die Folgen der Europa Reise der ???. Super!
    Ich hingegen finde viele der alten Folgen vollkommen unhörbar.
    „Schwarze Katze“ zum Beispiel ist absolut langweilig und „Die silberne Spinne“ ist auch schrecklich unlogisch und nicht „???-mäßig“ (Fast auf einer Stufe mit „Todesflug“).
    Und zu deiner Meinung zu „Master of Chess“:
    Ich denke man darf sie nicht als reguläre Folge sehen. Stattdessen ist sie Fanserviece pur. Jedes Cliche der ??? wird abgefeiert und vom Publikum gefeiert. Die Folge an sich ist tatsächlich eher schwach.

    Puh! Jetzt hab ich mehr geschrieben als ich wollte.
    Eigentlich wollte ich nur sagen, dass es durch die ganze Historie der ??? gute und schlechte Folgen gab.

    Antwort
  15. JannikB

    Mein Vorredner hat recht, ich, 16 also ein kind der 2000er (ein glück..) hab durchaus noch des öfteren sachen von CD auf Kassette kopiert, hatte zum glück relativ früh eine Anlage mit CD, Radio und Kassettenschacht. Und auch EUROPA-Kassetten stehen hier noch irgendwo im Schrank bestimmt. Achja, meine Eltern haben damals 88/89 , Alf-Folgen vom Fernseher auf Kassette aufgenommen, also mit Studiolachen usw. Man traut sich aber garnicht mehr die einzulegen da mittlerweile einige MCs den Geist aufgegeben haben, unter anderem eine grüne Sesamstraße-Kassette aus den späten 90ern..(hatte so ziemlich alle Farben ^^) Liegt bestimmt noch irgendwo im Schrank. Sehr coole Folgen bisher, total interessant.

    Grüße aus Hamburch!

    Antwort
  16. Pete

    Har, ich wollte jetzt auch schreiben das ich die aktuellen Folgen der Fragezeichen gar nicht so verkehrt finde, aber das haben meine Vorredner ja schon übernommen. Darum sage ich einfach nur Danke für diesen Podcast. Weiter so 🙂

    Master of Chess ist natürlich viel zu lang, aber Christian, schau dir mal in Teilen die DVD an, die Gastsprecher sind richtig gut und lohnen imho sehr – vor allem weil die zwei mehrere Rollen sprechen und das teilweise echt gut machen. Der Fall selber? Schwamm drüber.

    Antwort
  17. Ralf

    Hallo beisammen,

    soo mit „Hörspiele“ habe ich soeben die 2. Folge gehört. (Mit der 3. geht es gleich weiter). Ich weiß, dass man bei einem dermaßen umfangreichen Thema nicht alles abdecken kann, aber dass die mitunter brillanten Horrorhörspiele sind nun wirklich mit keinem Wort erwähnt wurden.

    HG Francis – Höhepunkte
    „Dracula und Frankenstein die Blutfürsten“ Das Ende von Seite 1 habe ich als Kind immer vorgespult. Albtraumgefahr. Dazu DR. Finistra (Jo Wegener) mit einer der besten Sprechrollen, die auf den Kassetten zu finden waren.
    „Todesratte“ für Erwachsene gruseliger als für Kinder
    „Angriff der Horrorameisen“ geniale Formicula Kopie und einem Wolfgang Völz, der als Scherif über sich hinauswächst.

    Marcabros
    John Sinclair

    Larry Brent – Ich sage nur
    „Atomgespenster“ 3 Jahre vor Tschernobyl
    „Die Schlangenköpfe des DR Gorgo“ das einzige Hörspiel, das beschlagnahmt wurde.

    Bitte bitte nehmt euch doch für die Grusel Hörspiele eine eigen Folge vor. Gerne mit Gastredner. Der Podcast gerade war mir persönlich (ich weiß: Das ist EINE Meinung) zu ???-lastig.

    So nun aber vorbei mit dem „Jammern auf hohem Niveau“

    Ich muss nun ran an Folge 3.

    Ein ´weiter so´ und hoffentlich noch viele Folgen.

    Gruß Ralf

    Antwort
    • Der Peter

      Das Versämniss lässt sich in diesem Fall leicht erklären. Mein geschätzter Bruder und ich waren in den 80ern einfach noch zu jung um Horrorhörspiele zu hören. Ich habe ja einzelne ???-Folgen schon nicht gut verkraftet. Wir haben diese Hörspiele also unbewusst ausgeklammert, da sie nicht zu unserem Alltag gehört haben und wir nichts zu ihnen hätten sagen können.
      Deshalb freuen wir uns natürlich auch, wennjemand anderes eine Lanze für diese Hörspiele bricht.

      Peter

      Antwort
  18. Martin

    Hallo Christian, Hallo Peter!

    Ich glaube ich bin über die Hörspielfolge auf Euren Podcast gestoßen, da ich einfach mal danach gegoogelt habe, ob jemand mal einen Podcast zum Thema Hörspiele produziert hat.
    Auch ich bin glühender Hörspielfan und Kind der 80er. (Geboren 11.01.1979).

    Im Gegensatz zu Euch bin ich sowohl mit den ??? als auch TKKG aufgewachsen und finde beide Serien haben Ihren Reiz. Die meisten neuen Folgen beider Serien finde ich ziemliche Grütze .

    Leider gibt man sich heute bei den Hörspielfirmen keine große Mühe mehr was die Geschichten angeht.

    Mir sind beim Anhören Eurer Podcast Folge zu den Hörspielen noch zwei Hörspielreihen eingefallen über die Ihr nicht gesprochen habt.

    1. Aus meiner recht frühen Kindheit die Serie » Flitze Feuerzahn « in der es um einen kleinen grünen Drachen ging. Produziert wurde die Serie laut Wikipedia zwischen 1984 und 1987 von Europa produziert.

    Damit bin ich in meiner frühen Kindheit oft eingeschlafen.

    2. » Die Funk-Füchse « eine auch nur recht kurz von Europa produzierte Hörspielserie in der es um eine Gruppe von vier Kindern geht die unter Zuhilfenahme von CB-Funkgeräten Kriminalfälle lösen. (Fand ich damals auch nicht schlecht, heute muss ich drüber Schmunzeln)

    Sagen Euch diese Beiden Serien auch etwas, oder hattet Ihr damit in Eurer Kindheit Nichts zu tun?

    Zum Schluss habe ich noch eine kleine Anregung oder einen Vorschlag für Euch.

    Was haltet Ihr davon wenn Ihr gelegentlich mal den einen oder anderen Fan mit in Eure Podcasts einbezieht, als mitmachen lasst?
    oder Ihr gebt das Thema und Aufnahmedatum einer neuen Folge sofern möglich schon etwas vorab bekannt, damit Eure geneigten Zuhörer schon bevor Ihr über ein Thema sprecht den einen oder anderen Gedanken dazu beisteuern können, den Ihr dann vielleicht im Podcast aufgreift.

    Macht noch lange weiter so es macht immer wieder großen Spaß Euch zuzuhören.

    Liebe Güsse aus dem Ruhrgebiet.

    Martin

    Antwort
    • Martin

      Eines hatte ich noch vergessen…
      Interessiert Ihr Euch auch heute noch für Hörspiele? Und nein, ich meine nicht so etwas wie den den » Radiotatort « auch wenn der meist sehr gut ist (meiner Meinung nach).

      Ich habe bei meiner Internetsuche nach den Hörspielklassikern aus meiner Kindheit einige Seiten mit sehr guten freien Hörspielen gefunden.

      Dort werden von Leuten die Spaß an Hörspielen haben, in deren Freizeit als Hobby über das Internet zusammen Hörspiele Produziert und anschließend zum kostenlosen Download bereit gestellt.

      Zugegeben nicht alle aber doch einige dieser Produktionen brauch den Vergleich mit Kommerziellen Hörspielen absolut nicht zu scheuen.

      Wenn Ihr Interesse habt, kann ich Euch gern mal ein paar Links zu den Hörspielseiten und natürlich zu den Perlen unter den freien bzw. kostenlosen Hörspielen schicken.

      Nochmals Herrliche Grüße aus dem Ruhrgebiet

      Martin

      Antwort
  19. Gonz

    Auch eine schöne Folge. Schon ein paar mal erwähnt, fehlt definitiv Jan Tenner. Würde ich mir ja gern nochmal anhören, habe aber die Kassetten von früher nicht mehr.

    Die großen 4 habe ich natürlich auch gehört, und ich kann mich auch noch daran erinnern in ganz frühen Jahren die ??? teilweise gruselig gefunden zu haben. Vermutlich war ich deswegen eher der TKKG Fan.

    In den frühen 2000er Jahren hatte ich eine Freundin die sehr viel ??? hörte. Ich hatte zu der Zeit schon lange mit dem Thema Hörspiele abgeschlossen. Sie hatte auch noch ein paar TKKG Kassetten die ich als Erwachsener lange nicht so gut wie die ??? gefunden habe.

    Ich habe damals meiner Freundin auch einen Besuch bei Master of Chess geschenkt und muss sagen das grandios und sehr witzig war. Das Erlebnis will ich auch keinen Fall verpasst haben. Die Folge auf Kassette war in der Tat Grütze!

    Antwort
  20. Gerrit

    Eine tolle Folge die mich in Erinnerungen hat schwelgen lassen. Aber ich muss mich vielen Vorschreibern anschließen. Flitze Feuerzahn, Jan Tenner und John Sinclair wurden schmerzlich vermisst.
    Aber vielen Dank für die tollen Erinnerungen

    Antwort
  21. Iris

    Ein toller Podcast, der mich an viele Stunden meiner Kindheit erinnert.
    Ihr sprecht u.a. von Gabi in TKKG mit ihrem stereotypen Rollenbild. Ich als Mädchen großgeworden möchte da hinzufügen, dass tatsächlich dies der ganz normale Alltag vieler Mädchen der 80er Jahre war. Die Eltern gestatteten den Jungs gefährlichere Dinge als Mädchen. Jedoch haben Mädchen oft den selben Drang und Mut Gefährliches zu tun. Was Gabi ja auch immer wieder durch ihre Art zu reden andeutet. Es ist also das 80er Jahre Erleben der Situation eines Mädchens.
    Was aus meiner Sicht neben den im Podcast genannten Gründen auch noch ein Grund ist warum Die drei ??? besser sind als TKKG ist, dass bei ersteren der Dicke der Kluge ist. Bei TKKG wird stets von Tim etwas abfällig über Karl den Dicken gesprochen dessen Spitzname Klößchen an sich schon gar nicht geht. Zumindest ich war in meiner Kindheit so sensibel, dass ich es nicht ausstehen konnte wenn Dicke oder sonstige Andersgeartete verspottet wurden und es nicht einfach als selbstverständlich angenommen wurde. Das hat mir und einigen anderen Mädchen, die ich kannte, TKKG richtig vergrätzt.

    Antwort
    • Mett

      Nicht zu vergessen auch Gabis Besuch bei dem älteren Lüstling Herrn Jeschke, der so merkwürdige Andeutungen machte, die man auch erst verstand, wenn man älter wurde. Beim späteren Hören von TKKG ist mir dann auch ein Unterschied zwischen TKKG und ??? aufgefallen: TKKG ist so total das Spießerhörspiel über eine total korrekte Clique aus gut situiertem Hause. Gabis Vater ist Kommisar, Willis Vater Schokofabrikant und Karls Vater Professor. Oh man… 🙂

      Antwort
  22. Mett

    Wenn der „Spaßvogel“ das Maskotchen der vom damaligen SDR produzierten Sendung „Verstehen Sie Spaß“ gewesen ist, MUSS das Hörspiel ja in Stuttgart spielen. 🙂

    Antwort
  23. Zille

    Eine wirklich schöne Folge habt ihr da aufgenommen – und hier kommt etwas verspätet mein Dank und ein paar Anmerkungen zum Thema Kassetten, Hörspiele und Einbruch der Verkaufszahlen:

    Auch ihr habt in meinen Augen einige fundamentalen Nachteil von CDs in Kinderzimmern übersehen. Als die CDs aufkamen, waren Kassetten langsam „out“. In einigen (vielen) Bereichen sicher zu Recht.
    Im Kinderzimmer aber absolut zu Unrecht. Eine Kassette ist auch heute in meinen Augen noch das beste Medium, um Kleinkindern das eigenständige Abspielen von Hörspielen und Musik zu ermöglichen.
    Leider kann ich in Textform nicht so schön in einen „rant“ ausbrechen, aber es ist unglaublich, wie die Industrie an den Bedürfnissen unserer Kinder vorbeientwickelt.

    Hier ein paar Argumente für Kassetten im Kinderzimmer:

    1. Eine Kassette ist robust und zerkratzt nicht. Das Magnetband abwickeln passiert vermutlich nur ein Mal aus Neugierde 😉
    2. Eine Kassette hört da auf, wo sie gestoppt wird – und geht da auch weiter. Eine CD hingegen tut dies auch heute nur auf den wenigsten (meist teuren) CD-Playern.
    3. Auf einer Kassette kann man stufenlos navigieren – bei einer CD sind die meisten Kleinkinder schon mit dem Lesen der Zahlen für Kapitel überfordert.
    4. Kassetten sind in der Regel billiger, als CDs (und waren das vor allem damals).
    5. Für Kinder ist die Qualität weniger wichtig, als für Erwachsene (wie ihr auch mehrmals selber fesgestellt habt).

    CDs sind frühestens etwas für Schulkinder (Ausnahmen bestätigen die Regel). In allen anderen Fällen enden sie in der Regel bei starkem Gebrauch schnell als teurer Müll.
    Einige wenige Kratzer reichen da manchmal schon aus. Da reicht es schon, ein kleineres Geschwisterchen zu haben…

    Als CDs aufkamen, wurden vermutlich auch oft Hörspiel-CDs gekauft. Das war cool und zum leidwesen der Eltern oft schnell kaputt (und teurer als ungewollte Kassetten).
    Ergo wurde irgendwann weniger gekauft. Auch zumal das Angebot an Kassetten in eine Nische gedrückt wurde.

    Ein weiterer Faktor ist die – nennen wir es mal so – vergangene Produktionszeit. Hunderttausende Kassetten waren irgendwann verkauft. Die Geschichten an sich sind aber stark
    austauschbar gewesen. Warum soll ich meinen Kindern Folge 89 kaufen, wenn ich auf dem Trödel die Folgen 39, 56 und 75 zum selben Preis bekommen. Der Markt ist schlicht gesättigt gewesen (und ist es auch heute noch).

    Ich selber halte es heute auch so und habe vorwiegend Pakete von gebrauchten Kassetten für meine Kinder gekauft. Klar ist da Ausschuss bei, aber das ist einfach billiger zum „lernen“.

    Aber – ach – was war das für ein Stress, einen brauchbaren Kinderkassettenrekorder zu kaufen. Den gibt es einfach nicht. Man kann nur wählen zwischen teurem und billigem Schrott. Ähnlich ist es mit CD-Playern. Man muss nur mal bei Amazon die Bewertungen lesen – dieser Markt hat schlicht kein wirklich gutes Produkt mehr. Eigentlich kann man nur ein Gerät für Erwachsene kaufen – aber ich mochte meiner kleinen Tochter damals keinen CD-Player ins Zimmer stellen (Laserprodukt – was ist wenn das mal auseinandergenommen würde?).

    In dem Sinne: Hörspiele sind insgesamt sicher nicht vo heute auf morgen uninteressant geworden, aber es gab halt irgendwann Alternativen zum Handel.

    Macht weiter so!

    Soweit meine Theorie (zusätzlich zu anderen, von euch genannten Punkten).

    Antwort
  24. wus

    Ich höre euch wirklich gerne zu, liebe Gebrüder Schmidt. Aber dass ihr Jan Tenner wirklich nicht einmal erwähnt, war schon eine Enttäuschung. Trotzdem danke für diesen Podcast, auf den ich via eurer Crossover-Folge mit Stay Forever aufmerksam geworden bin.

    Antwort
  25. Tobi

    Ja, mir hats auch riesigen Spass gemacht. Ein wenig geschockt hat mich eure Beschreibung zum Schrottplatz, weil meine Vorstellungen dazu nahezu gleich sind. Gruselig.

    Nur schade finde ich, dass bis heute die Legende durch die Gegend geistert, dass Cassetten schlecht klingen. Ich habe hier Erstauflagen der 3 Fragezeichen und sogar frühe MusiCassetten (also Vorbespielte) aus den späten 60ern, die alles Andere als ein gutes Band in sich tragen und dennoch ist die Qualität auch nach so langer Zeit noch erstaunlich gut.

    Mit einer guten Leercassette und einem vernünftigen Aufnahmegerät (was früher auch in besseren Radiorecordern verbaut war) kann man auch sehr gute Aufnahmen erreichen. Ein Problem dabei ist, dass jede Bandsorte einen anderen Arbeitspunkt hat, der eigentlich aufnahmeseitig angeglichen werden muss, dazu kommt, dass oft Tonköpfe und Bandführung auch bei Neuauslieferung nicht 100%ig richtig justiert waren, wodurch zwischen den unterschiedlichen Geräten leichte Inkompatiblitäten entstehen (Dolby funktioniert dann z.B. nicht richtig und vor Allem die Mono Wiedergabe von Stereobändern klingt dann extrem schlecht)…

    Ab den späten 70er Jahren gab es Cassettendecks mit Einmesshilfe oder Einmesscomputer, die den Arbeitspunkt der jeweiligen Cassette vor der Aufnahme angleichen konnten. Bei Geräten ohne dieses Feature klingts halt nie so wie das Ausgangsmaterial, sondern entweder leiser, lauter, dumpfer oder heller, es sei denn man benutzte die vom Hersteller empfohlenen Cassetten zur Aufnahme oder lies es im HiFi Geschäft einmessen…

    Eine korrekte Einmessung vorrausgesetzt ist – ob ihrs glaubt oder nicht – vor Allem mit Dolby C oder später gar S eine fast 100%ig rauschfreie Aufnahme möglich, die sich von der CD nur geringfügig unterscheidet. Hochwertige Tapedecks haben einen Gleichlauf von unter 0,0x%, da ist auch die Wiedergabe von komplexer Musik kein Problem. Es gab auch hochwertige Walkmans und Autoradios in denen es sich ähnlich verhält.

    Hochwertige Decks haben übrigens auch 3 Köpfe. Lösch – Aufnahme -und Wiedergabekopf. So ist es möglich während der Aufnahme schon das Band abzuhören um zu kontrollieren, ob Alles richtig eingestellt ist und das Bandmaterial keine Fehler aufweist. Damit erreicht man dann die bestmögliche Qualität, es ist aber halt nicht damit getan wie man das als Ottonormalverbraucher kennt: Cassette rein, Record und los gehts. Man muss das Band einmessen, dann wird eingepegelt und erst dann kann es los gehen. Die Rauschunterdrückung ist auch ein Thema, die funktioniert nur korrekt, wenn die Cassette richtig eingemessen wurde, so sind fast sämtliche vorbespielte Bänder, die mit Dolby Logo gekennzeichnet sind nicht mit Dolby abspielbar, weil die Kopiermaschinen nicht sorgfältig auf das Bandmaterial eingemessen wurden. Es gab ja nicht nur Dolby sondern z.B. auch dbx oder HighCom, diese Systeme wirkten stärker, klangen aber mit ausgeschalteter Rauschunterdrückung beschissen, während man Dolby Aufnahmen auch ohne Dolby gut anhören kann.

    Wenn man natürlich billige Kompaktanlagen, Plastik Cassettenrecorder und Walkmans für 40 Mark hatte, wird man sein Leben lang daran glauben, dass Cassetten nur leiern, dumpf klingen, Rauschen und Bandsalat machen. Verstärkt wird das noch dadurch, dass Viele hochwertige Cassetten kauften um in ihren Billigrecordern eine bessere Qualität zu erreichen, wodurch die Qualität eher noch schlechter war, weil billige Geräte nicht dazu in der Lage sind teure Bänder vernünftig zu bespielen.

    Die Wiedergabe eine anständig aufgenommenen Cassette ist aber auch in billigen Geräten normalerweise relativ gut und auch in ordentlichen Kompaktanlagen waren spätestens ab Mitte der 80er brauchbare Cassettenteile integriert.

    Kinder lagern Cassetten oft nicht korrekt in den Hüllen wodurch sich das Band abwickeln und im Inneren auf dem Bandwickel verkutzeln kann, durch so etwas entsteht Schwerläufigkeit, Knicke im Band oder sogar Bandsalat, zumal die Gehäuse der vorbespielten Cassetten (gerade bei Hörspielen, die ja nie besonders teuer waren) oft nicht gut waren und von sich aus schon dafür sorgen konnten, dass im Laufe der Zeit Fehlfunktionen auftraten.

    Gerade bei den in den 70er und 80er Jahren beliebten unabhängigen Herausgebern wie ARCADE oder K-Tel wurde null Wert auf eine gute Qualität gelegt. Diese Cassetten klingen meistens unerträglich schlecht, während die der Polygram Labels (wozu übrigens auch Karussell gehörte) recht gut klingen. Gegen ein ordentliches selbstaufgenommenes Chromdioxid/Chromsubstitut oder Reineisenband kommen die natürlich nicht an.

    Das Problem bei billigen Recordern liegt auch oft darin, dass sie keinen wirklichen Löschkopf haben, stattdessen wird ein Permanentmagnet zur Löschung benutzt, der bei der Wiedergabe einfach nur nach oben geklappt ist, er strahlt natürlich trotzdem ständig und ist auch im umgeklappten Zustand nicht weit vom Band entfernt. Ferrooxid Band (Das Braune, was ihr auch aus den Hörspielcassetten kennt) lässt sich mit dem geringsten Strom löschen, durch die Nähe des Magneten verlieren diese Bänder dann drastisch an Höhe, ausserdem magnetisieren sich Bandlauf und Tonkopf im schlimmsten Fall noch mit, wodurch dann diese merkwürdigen Knackgeräusche entstehen können.

    Billiges Ferrooxid Band kann auch recht starken Abrieb aufweisen, das setzt sich dann am Tonkopf und im kompletten Bandlauf ab, als Laie reinigt man den natürlich nie oder wenn dann nicht ordnungsgemäß, wodurch das Band sogar beschädigt werden kann, typisch ist hier das Verhalten, dass Band am Übergang zwischen Vorlaufband und Magnetband zwischen Capstan und Andruckrolle durchrutscht und dann geknickt wird.

    Ich kann aber, nachdem ich mir auf dem Gebiet ein relativ großes Wissen angeeignet habe und hier auch über 2000 unterschiedlichste Cassetten horte sagen, dass Bandsalat oder Zerstörung von Cassetten in ordentlichen Geräten und mit guten Cassetten WENN kein Defekt vorliegt eigentlich nicht vorkommt und auch der Klang immer sauber ist.

    Ich wolle nur mal diese Lanze brechen, weil es mich als Liebhaber wirklich manchmal nervt, wie abwertend Alle dieses Medium behandeln und im ersten Satz immer nur negative Kriterien fallen. Selbst über Jahre im Auto gelagerte Cassetten machen keine Probleme bei mir, da leiert nix, da rauscht nix lauter, als es das eben von Natur aus tut und da klingt auch nix dumpf. Zuletzt waren eigentlich auch in der Grundausstattung der Autos gute Cassettendecks im Umfang des Radios…. Der Rauschabstand einer mittelmäßigen Cassette liegt ohne eingeschaltetes Dolby bei über 55 dB und kann mit Dolby C über 70 dB erreichen, die Schallplatte liegt bei weniger als 45 und wird oft als High End Medium dargestellt obwohl sie in allen Belangen dem Magnetband unterlegen ist.

    Zu meiner Schulzeit kamen die ersten mp3 Player auf, in dieser Zeit war ihnen mein Sony Walkman DD 33 (ein teures Modell, zu dem ich meinen Eltern zu Weihnachten noch Geld dazu geben musste ^^) überlegen, mittlerweile ist das natürlich nicht mehr so, aber ein guter Walkman klingt immernoch sehr gut.

    Wahrscheinlich liest das hier eh Niemand, aber denkt Mal an mich, wenn ihr das nächste Mal über Cassetten philosophiert 😉

    LG, Tobi

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  26. Melometlar

    Zu den drei Fragezeichen, ich glaube ja das ihr euch den Hof von Titus Jonas an sich falsch vorstellt. Es handelt sich ja nicht um einen Schrottplatz, sondern um einen Trödelhandel. Deshalb stelle zumindest ich mir das ganze wie ein großer Platz vor auf dem verschiedene Waren aufgestapelt und zum Verkauf aufgestellt worden sind.

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  27. Alameida

    Ich bin gestern auf eure Reihe gestoßen und finde sie großartig. Als Mädchen des Jahrgangs 1979 kam bei mir TKKG lange Zeit vor den drei ???, die ich dafür heute noch mit Bgeisterung höre, genau wie mein Sohn.

    Was mich aber eigentlich dazu bewogen hat, zu kommentieren: Jaaaa, ich bin doch nicht die einzige, die Erinnerungen an den Spaßvogel hat! Als ihr den Titelsong eingespielt habt, hab ich hier lauthals mitgesungen…

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    • Alameida

      Da ist nun über die Hälfte meines Kommentars verschwunden… Das schreibe ich nun nicht alles neu, ist eh alles etwas unpraktisch am Tablet.
      Nur den Schlussatz nochmal: Danke für euren tollen Podcast, der wirklich viele Erinnerungen zurückholt!

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  28. Gyöngyi D'Ambra

    Huhu,
    Oh gott, ich habe meine Mutter auch immer angefleht mir die neuste Erzähl mir was kaufen. Viele Folgen mit Kassetten habe ich aufgehoben und gehen mittlerweile zu nicht unerheblichen Preisen weg, vor allem die Weihnachtsfolge.
    Meine zwei ersten Schallplatten waren Black Beauty und ??? und das Bergmonster. Seitdem treuer Anhänger von Justus, Bob und Peter und muss zugeben, dass ich nie eine Folge TKKG gehört habe. In meiner Kleinodkiste finden sich auch noch Winnetou Kassetten und Die unendliche Geschichte. Regina Regenbogen fand ich total schrecklich und Barbie Hörspiele noch schrecklicher. Eure Bibi-und-Benjamin-verdirbt-die-Jugend Geschichte fand ich sehr interessant.
    Ciao

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  29. AFox42

    Diese Folge war für mich besonders Interessant, weil sie sich in großen Teilen mit meiner Hörspiel Erfahrung als Kind deckt und das obwohl ich erst 17 bin.
    Denn auch in meiner Kindheit galt/gilt:
    ??? = super coole alte Folgen, etwas doofe neue Folgen;

    TKKG = später Laaaanngweilig und früher für mich als kleines Kind auch viel zu gruselig, ernst und brutal;

    Alles andere = Wird gern mitgenommen, aber erstmal mit Skeptisch betrachtet;

    Hörspiele kamen für mich vorallem aus der Bücherei, da gab es sie kostenlos und in Hülle und Fülle und das ist für ein kleines, armes Kind erstmal super.

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  30. Tim

    Ein wunderbarer Podcast – aber das wisst Ihr jawohl mittlerweile.
    Hörspiele eignen sich natürlich besonders gut, um recht viele Leute zum Thema Lebensgefühl in den Achtzigern anzusprechen, die in den dieser Zeit großgeworden sind. Ich könnte mir vorstellen, bei vielen ist die Erinnerung daran auch deshalb so frisch, weil sie – meist nach längerer Abstinenz – beispielsweise nach Rocky Beach zurückkehren (und oft nicht erst, wenn man eigene Kinder hat). Irgendwas muss man beim Einschlafen oder Joggen ja hören, wenn es noch keine neue Folge von Euch gibt…
    Das Thema Krimihörspielreiehen für Kinder und Jugendliche habe ich in meiner bescheidenen Comickolumne auch einmal aufgegriffen; wer Interesse hat, kann das ja mal überfliegen:
    http://strichweise-diesig.blogspot.de/2015/04/strichweise-diesig-91.html
    Beste Grüße!

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  31. Dani

    Vielen Dank für den coolen Podcast! Ich habe gerade sehr nostalgische Gefühle 😉
    Ich bin sehr großer Fan vom Spaßvogel; leider hatte/habe ich nur die ersten beiden Folgen. Ist übrigens von Karussell.
    Arborex habe ich als Kind sehr gern gehört. Fand die Geschichten, die der Baum erzählt hat, immer toll. Jetzt finde ich es anstrengend, wie die Jungs teilweise mit Monika reden – man hört raus, dass davon ausgegangen wird, dass Mädchen manches nicht so gut können, wie Jungs. Z.B. Folge 2 beim Radrennen, wenn einer der beiden zu Monika sagt:“Du hast ganz prima mitgehalten!“
    Erzähl mir was war meine absolute Lieblingshörbuchreihe!
    Viele Grüße

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  32. Dunderklumpen

    Mich hats vom „Ohrcast“ hierher verschlagen und ich hatte eben wirklich viel Spaß an eurem Trip down Memory Lane (auch wenn just diese Folge schon 4 Jahre alt ist).
    Vieles von dem, was ihr diskutiert habt, kann ich genau so unterschreiben, während anderes völlig an mir vorbei gegangen ist bzw. bei mir im Kassettenrekorder hoch- und runter lief – wie zum Beispiel „Flitze Feuerzahn“, den ich damals geliebt habe, den ich heute aber wirklich nicht mehr hören kann.

    Auch spannend zu sehen – nicht zuletzt anhand der Kommentare – wie unterschiedlich konsumiert wurde, je nachdem, was man von den Eltern bekam oder was man selbst spannend fand. Aber auch verständlich bei all den vielen Produktionen, mit denen der Markt in den 80ern überschwemmt wurde.

    Zu „Erzähl mir was“ wollte ich noch sagen, dass die Produktionen wirklich qualitativ gut waren. Ich erinnere mich da gerade an die Märchen, die von Leuten wie Hans Paetsch oder Maria Schell wunderbar eingängig gelesen wurde. Das sind oft auch die Versionen, die ich heute noch sofort im Ohr habe, wenn ich an bestimmte Märchen denke.

    Ich freu mich, euch entdeckt zu haben und werde mit Sicherheit auch in die anderen Folgen reinhören:)

    P.S.: Keine Ahnung, wieso, aber ich weiß genau, wie das Cover vom „Spaßvogel“ aussah, kann mich aber absolut nicht erinnern, jemals eine Folge gehört zu haben. Vielleicht tatsächlich durch die Fernsehsendung, denn da hat man den Vogel ja auch gesehen.

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