Episode 24: Katastrophen

Audio

YITE 24 - CoverDie prominenteste Katastrophe der 80er-Jahre ist ohne Zweifel der Reaktorunfall in Tschernobyl, und Christian und Peter besprechen ihn in der 24. Folge von Young in the 80s gebührend ausführlich – aber auch abseits davon ging in dem Jahrzehnt einiges gewaltig schief.

Von der Explosion der Raumfähre Challenger über die Havarie der Exxon Valdez bis hin zur AIDS-Epidemie nehmen die beiden desaströsen Hobby-Historiker zahlreiche menschgemachte und natürliche Unglücke unter die Lupe, beschreiben, wie sie sie erlebt haben, und diskutieren die Auswirkungen damals und heute.

Haben wir Menschen aus den Ereignissen etwas gelernt …?

Wir wünschen wie immer viel Spaß beim Hören und Kommentieren!

Download | iTunes | RSS-Feed

34 Replies to “Episode 24: Katastrophen”

  1. Elroy

    Die Ramstein Air Base (kurz: Ramstein AB / RAB) ist ein Militärflugplatz der United States Air Force und das Hauptquartier der United States Air Forces in Europe, der United States Air Forces Africa sowie das Hauptquartier des Allied Air Command Ramstein, einer NATO-Kommandobehörde zur Führung von Luftstreitkräften. Der Stützpunkt ist der größte US-Militärflugplatz außerhalb Amerikas.

    Soviel mal zu aufgelöst lieber Peter 🙂

    Antwort
  2. Tobias N.

    Schoene Episode moechte ich nicht sagen,wegen des Themas. Aber interessant und beklemmend war es. Kann mich an all diese Dinge noch erinnern,aber welche mich am meisten bewegt.geschockt oder selbst beeinflusst hat waren AIDS,Chernobyl und Ramstein.

    AIDS weiss ich noch wie erschrocken wir alle in der Grundschule waren als wir darueber gehoert haben. Natuerlich in dem Alter versteht man nicht alles oder kriegt alles mit, aber ich kann mich noch erinnern das wir drueber geredet haben und das keine offene Wunde mit einer andren offenen Wunde in Kontakt kommen darf wegen dem Blut. Das hat uns alle sehr unsicher gemacht und kloppereien in der Pause war eine Zeitlang nicht gross im Kurs. Auf dem nach Hauseweg (jawohl, ich bin damals noch zu und von der Schule nach Hause gegangen und wurde nicht verschleppt oder zerstueckelt aufgefunden) war ich sehr nachdenklich. Ich wusste das beim Spielen ,beim Fussball oder Radfahren (inklusive spruenge ueber Rampen) oft mal die eine oder andere offene Wunde sich auftun kann. Und das es dafuer keine Heilung gibt hat mein Vertrauen in die „heile Welt“ zum ersten mal erschuettert.

    Die zweite Erschuetterung kam durch Chernobyl. Wir durften nichts mehr aus dem Wald esse oder aus underem Garten. man durfte nicht mehr auf den Spielplatz oder auf den Ascheplatz spielen. Und im Regen nicht rausgehen und danach sofort mit Wasser abwaschen. Das war auch wieder so ein Gefuehl an das man sich immer erinnert. man hat Gewfuehlt das die Eltern sehr beunruihgt sind .aber auch cniht genau wissen was man tun kann, ausser den damals von der Regierung empfohlenen Verhaltensmethoden. Ich weiss das wir damals bei meiner Tante besuchten, die in der naehe des Wattenscheiders Stadtgarten wohnte. Wir Kinder sind dann dahin, aber ploetzlich kam ein SHER starker Platzregen und wir sind schnell zum Hause meiner Tante gelaufen…aber wir waren ruckzuck durchanesst. Undsere Eltern kamen uns entgegen gerannt mit Regernschirmen und meine Tante hatte schon die Brause an und wir sind abgedsucht worden. Ist schon komisch woran an man sich so erinnert.

    Das Ramstein Flugunglueck hab ich auch nur in den Nachrichten damals gesehn, aber diese Bilder haben mich auch sehr geschockt. Wie der Jet als Deuerwand in die Zuschauermassen reinrauscht und die Schreie und die Panik zu sehen und zu heoren war schlimm. Ich wusste was passiert war und das fuer viele jede Hilfe zu spaet kam. Selbst wenn ich mir das nun nochmal anschaue auf You Tube habe ich einen Klos im Hals.

    Wegen den Flugshows. War schon auf einigen shows und wie diese sind haengt vom Organisator ab. Koennen nur Vorbeifluege sein ,koennen Militaerische Kunstflugstaffeln sein und auch Zivile staffeln oder jets. Auf einer show gabs sogar eine Segelflugzeug ,welches Loopings und solche sachen gemacht hat.

    War mal bei einer show der Luftwaffe eingeladen,fuer intressierte Bewerber. Da sind die Kampflieger oder Transportflieger nur vorbei geflogen und dann gelandet und man konnte sich diese dann anschauen. Ein paar Helikopter haben ein paar Manoever gemacht und das wars.
    Dann die Fleet Week in San Francisco , wo dann immer die Blue Angels, die F-18 Flugkunststaffel der USN, ihr Programm machen. Aber die fliegen dann immer weg danach.
    Und bis in die spaeteren 2000er gabs auf dem USN Luftstuetzpunkt Moffet Field immer jedes Jahr ne Flugschau, wo ich gerne auch hingegengen bin. Das gabs dann alles gemischt. Thunderbirds, gefolgt von derSmirnoff Stunt Staffel, P51 Mustang und F-15 parallelflug etc.

    Also es kommt immer aufs Programm an. Die Flieger der italienischen Staffel waren allerdings leichte Kampfjets. Wird gerne als Flugtrainer benutzt.

    Auf der Ramstein AB war ich allerdings mehrmals spaeter ,waehrend meiner Zeit beim Bund als ich fuer den LKW schein in der naehe stationiert war. unser Fahrlehrer hat uns da ein paarmal durchgeschickt und wir sind dann auch nach Dienst dahin und haben beim Buerger Kinge gegessen und haben uns das angeschaut ( Solange man beim Bund is kann man da rein solange man seinen Soldatenauswei dabei hat, ist sehr einfach). Es war schon Nachts und das Ding ist riesig und da kam ein STOP schild und ploetzlich standen wir auf dem Rollfeld mit einer C-160 neben uns, die ihre Motoren laufen gelassen hat. Wir waren alle sehr ersrocken und sind sofort umgekehrt. Es gibt da mehere Strassen ueber das Rollfeld..aber das wussten wir nciht und dachten die MP waere gleich da. Die kamen aber nicht. Haben dann dort geparkt und uns das Flugzeug angesehn….und ploetzlich ist es mir gekommen das dies ja Ramstein ist, und dies die Landebahn wo das Ungleuck war. Ploetzlich waren die Bilder wieder da die ich als Kind gesehn hab und ich war sehr ruhig solange wir da an der Runway standen.
    Manche DInge aus der Kindheit bleiben halt haengen.

    Antwort
  3. trihun

    Wieder mal eine gute Folge!

    Sehr schockierend fand ich die Informationen zu dem Dona Paz-Schiffsunglück 1987. Hatte vorher noch nie davon gehört (alles andere war mir bekannt). Daran sieht man mal wieder, wie sehr man von der Informationsauswahl der Medien abhängig ist. In den Achtzigern galt das natürlich noch viel mehr als heute

    Antwort
  4. Jan Abi.

    Also diesmal wirklich eine sehr beklemmende und ernste Folge, so sollte es auch sein. Ihr zwei habt mit euren sich doch einschleichenden Witzen nichts davon zerstört und auch dieses Thema souverän „an den Hörer“ gebracht.
    Als Kind der 90er sind zwar die Katastrophen der 80er Jahre nicht unbekannt, dennoch habe ich mir beim Anhören der Folge die ganze Zeit eine Liste im Kopf gemacht, welche
    Unglücke man denn im Jahrzehnt darauf aufzählen müsste. Als erstes fällt mir da natürlich der Jugoslawienkrieg ein. Oder neue Bürgerkriege und Hungersnöte in Afrika(Somalia-erster Bundeswehreinsatz im Auftrag der UN außerhalb des NATO Gebietes). Auf der anderen Seite natürlich Katastrophen im eigenen Land wie das Rheinhochwasser 1993 das Zugunglück von Eschede 1998.
    Aber egal ob bei den von Euch genannten in den 80ern oder diesen hier in den 90ern,
    kein Unglück und keine Katastrophe lösen bei mir bis heute eine so starke Emotionalität aus wie der 11. September und ich kann mir nicht helfen warum das so ist.
    Aber gerade hier empfehle ich sich mal die ersten Berichterstattungen am Tag der Ereignisse anzusehen. Wenn die Sender noch recht holprig und ungenau aufgrund der
    Informationsarmut berichten. Als wissender Zuschauer wirkt das beinahe schon unheimlich. Allerdings gab es auch damals schon dieses um jeden Preis berichten wollen der Sender(besonders private Nachrichtensender ) mit zig gelangweilten Experten oder „blinden“ Augenzeugen und Moderatoren, die natürlich aus jeder Information Sendezeit herausquetschen müssen, dazu die sich immer wiederholenden Livebilder…
    Weiterhin ein Toller Podcast, der Mehrwert lässt sich nicht bemessen!
    Vielen Dank und weiter so!

    Antwort
  5. taktiktafel

    Schade, daß Ihr als Bewohner des Bundesland Bayern nicht auf die Episode mit der verstrahlten Molke näher eingegangen seit, weil sie einfach so viel über die 80er Jahre verrät. Den Umgang mit Radioaktivität (Wir hier haben alles im Griff), Atommüll (Atomstrom gerne aber Atommüll bitte nicht in Bayern) im Umgang mit der Bevölkerung (Wir sagen Euch nix, denn dann passiert auch nix) und Afrika (Ein Herz und Molke für die Neger).

    https://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearkatastrophe_von_Tschernobyl#Kontaminierte_Molke_und_Entsorgungsprobleme
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13522228.html
    http://www.zeit.de/1987/33/strahlendes-erbe/komplettansicht

    Und dann gibt es noch das schöne Molke Lied der Biermösl Blosn.
    https://www.lyrix.at/t/biermosl-blosn-molkelied-a78

    Antwort
  6. Saskia

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass wir nach Tschernobyl keine Haselnüsse mehr essen durften, dabei gab es doch im Kindergarten diese Haselnusssträucher und von denen haben wir immer leidenschaftlich gegessen. Das war mein Blaubeer-Trauma.
    Auch erinnere ich mich noch gut an diese „Umwelt“-Angst, die in den 80ern sehr groß wurden. Ich weiß noch, dass ich mal ein sehr postapokalyptisches Bild gemalt habe, auf dem eine Erdkugel und ein paar Kinder zu sehen waren und darüber habe ich sowas geschrieben wie „Rettet das Ozonloch, wir werden alle sterben!“ Dann habe ich das Ganze noch aus unerfindlichen Gründen in Plastik gewickelt. Naja.

    Antwort
  7. Dennis

    Gerade so historische Ereignisse habe ich in meiner Grund-Schulzeit in den 80er Jahren oder im Kindergarten vorher nie bewusst wahr genommen. Höchstens den Fall der Berliner Mauer, da kann ich mich noch daran erinnern wie unsere Klassen-Lehrerin davon erzählte. Höchstens in Form von Aufklebern, die an Schulen hingen kann ich mich noch erinnern. „Alkohol macht Dick und Doof“, mit Gesichtern der beiden Schauspieler Stan Laurel und Oliver Hardy drauf, zum Beispiel.

    Aber eine sehr interessante Folge. Macht weiter so.

    Antwort
  8. Leon B.

    Moin moin, Christian und Peter,

    ich verfolge nun schon ziemlich lange als treuer Hörer eure Podcast-Serie und als ich den Titel der aktuellen Folge gelesen habe, war ich zunächst ziemlich skeptisch. Gerade nach der Humor-Folge, konnte ich nicht so recht glauben, dass Ihr so ein schwieriges Thema mit der notwendigen Ernsthaftigkeit angehen könnt und dabei trotzdem noch in gewohnter Form unterhaltsam bleibt. Ihr habt das Wagnis auf Euch genommen und es meiner Meinung nach sehr gut hinbekommen!

    Eine nicht erwähnte Katastrophe ist mir noch gut im Gedächtnis. Am 06. März 1987 kenterte die Fähre Herald of Free Enterprise im Hafenbereich von Zeebrügge. 193 Personen kamen damals ums Leben. In den Medien war dieses Ereignis ziemlich präsent.

    Auch das Geiseldrama von Gladbeck (1988) ist in mehrerer Hinsicht vielleicht auch eine Katastrophe gewesen.

    Ich freue mich schon auf die nächsten Folgen. Macht weiter so – nur vielleicht etwas öfter und in kürzeren Abständen! 😉

    Antwort
  9. Jörn

    Als Kinder der späten 80er ist bei mir auch noch Chernobyl präsent. Wenn auch sehr diffus, das Thema war doch irgendwie etwas abstrakt.

    Damals mir nicht präsent, aber wahrscheinlich auch eine große Katastrophe auf vielerlei Ebenen: das Tian’anmen-Massaker.

    Antwort
  10. Heinz

    Wieder mal ne spannende Folge, da ich nicht in Deutschland aufgewachsen bin sind alle Folgen für mich irgendwie fremd aber faszinierend. Zum Theme Tschernobyl: aus meinem Dorf wurden auch Leute nach Tschernobyl geschickt, die zur zeit ihren Wehrdienst leisteten und dort als Liquidatoren eingesetzt wurden. Ich weiß nicht genau wie viele aus dem Dorf geschickt wurden, aber die die ich kannte sind später an Krebs erkrankt. Ob Tschernobyl nun die Ursache war weiß ich natülich nicht. Naja das ist wohl das einzige Thema zur dem ich was sagen konnte. Macht weiter so 🙂

    Antwort
  11. Fred

    Hallo!
    Ich höre euren Podcast wirklich gerne ABER bei dieser Folge muss ich mal ein wenig meckern.
    Ich finde es unerträglich wie ihr die Gefahren der Radioaktivität und insbesondere denen des Betriebs von Kernkraftwerken, der Wiederaufbereitung und Lagerung verharmlost duch „launige“ Bemerkungen und ironische Kommentare. Dies wird der ernsten Gefahr in keiner Weise gerecht. Auch sollte erwähnt werden, wie gerade durch das erwähnte GAU-Ereignisse der Nimbus der Unfehlbarkeit der modernen Technik, sowie die Glaubwürdigkeit der Politik ersthaft untergraben wurde. Ist euch klar, wie gefährlich allein das Plutonium ist, dass im Betrieb von Kernkraftwerken zwangsläufig entsteht? Informiert euch mal wieviel radioaktives Gase allein durch die Wiederaufarbeitungsanlagen im normalen Betrieb freigesetzt werden! (Stichwort: Krypton 85) Und warum haben die Anlagen wohl Abwasserrohre die weit ins Meer führen? Die Irische See ist vollkommen verseucht durch Sellafield -und btw mal gefragt, warum man bayerische Pilze oder Wildschweine selbst heute nicht essen sollte aber bayerische Rinder schon?

    MfG

    Antwort
  12. Fabian

    Für mich war das bisher einer der Interessantesten Folgen, richtig spannend so das ich im Anschluss selbst die besprochenen Katastrophen recherchiert habe.

    Antwort
  13. Andreas

    Hi…

    Endlich bin ich dazu gekommen, Eure neueste Folge zu hören. Das Ganze hat mir wieder sehr gut gefallen.

    Eine Katastrophe, die noch erwähnt werden sollte und die mir leider viel zu gut im Gedächtnis geblieben ist, war die Katastrophe von Heysel. Hier starben beim Finale im Europapokal der Landesmeister zwischen dem FC Liverpool und Juventus Turin 39 Menschen und 454 wurden verletzt.

    Das Ereignis ist mir in Erinnerung geblieben, weil ich die Übertragung damals im TV gesehen habe. Es war schrecklich, auch wenn die Sendung unterbrochen wurde…ich konnte mit dem Gesehenen einfach nicht umgehen. Meine Gefühle schwankten zwischen Wut und Trauer und waren sehr stark…

    Und leider muss man sagen, dass das Ganze hätte verhindert werden können.

    Antwort
  14. Crimson

    Alles in Ordnung bei Familie Schmidt? Der letzte Podcast ist vom 13.09.2016. Jetzt steht schon bald 2017 vor der Tür…

    Ich hoffe das Projekt wird weiterverfolgt!?

    Antwort
  15. Torsten

    Kann mich Crimson nur anschließen. Ich frage mich genau das Gleiche und hoffe auch sehr das es weitergeht !!

    Antwort
  16. DerBesserwisser

    Zuerst ein kleiner Bogen zur Folge über die Persönlichkeiten der 80er Jahre, in dem (in den ersten 3 min) die Reaktion der Reagen-Administration auf die aufkommende AIDS – Kriese grob skizziert wird: https://www.youtube.com/watch?v=q0qfFbtIj5w, bevor auch von meiner Seite die unausweichliche Frage aufkommen muss:
    Haben die neuen Bünde ( Heirat des Einen bzw. „Patreon“ und „Fremdpodcasten“ des Anderen), die das „dynamische Duo“ eingegangen sind zu einem massiven Zeitverlust geführt ? Oder wird es nochmal eine Folge geben ?

    Antwort
    • Peter

      Hallo liebe Fangemeinde,

      um das allgemeine Mysterium aufzuklären. Zeit ist über Nacht ein verdammt knappes Gut geworden. Trotzdem wollen wir YITE natürlich weiterführen. Eine neue Folge ist bereits aufgenommen, aber die gewohnt hochwertige Nachbearbeitung braucht einfach Zeit.

      Fazit: YITE geht weiter.

      Antwort
  17. Sebastian

    Kurzer Hinweis: In Hessen gibt es u.a. durch hr1 in den nächsten Wochen u.a. in Limburg, Kassel und Frankfurt eine kleine Ausstellung zu den 80ern. Hier in Kassel ist das Ende Januar im DEZ (Einkaufszentrum), ggfls. bei hr1 einfach mal die Zeiten nachschlagen. Für Leute, die nicht so weit weg wohnen von den jeweiligen Städten, ist ein Blick auf die kleine Ausstellung vielleicht mal etwas Zeit wert.

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.