Episode 27: Wohnen

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„Wo man Frottee nutzt, da lass dich ruhig nieder / böse Menschen färben nichts in Flieder“, dichtete bekanntlich der Volksmund, und was beschriebe treffender das Wohnen in der 80er Jahren? Nun, zum Beispiel zwei Stunden gediegenes Podcast-Gespräch zwischen den Profi-Wohnern Christian und Peter!

In Folge 27 von Young in the 80s nehmen sie euch mit auf einen Streifzug durch das Schmidt’sche Haus der 80er Jahre, ziehen die Schubladen auf, leuchten in jede Ecke und erinnern sich an Wohneigenheiten, Wohnsünden und Wohlfühl-Momente in einem typischen 80er-Jahre-Haushalt. So Manches hat sich seit damals gehörig verändert – nicht zuletzt, man höre und staune, die Toilettentechnologie …

Viel Spaß beim Hören und Kommentieren!

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23 Replies to “Episode 27: Wohnen”

    • Chris

      Noch kurz als Ergänzung: Mein Klodeckel klappert auch 🙁
      Zudem kann ich Christian, was Köln betrifft, nur zustimmen 😀

      Antwort
  1. Tobias N.

    Yes! Wieder eine neue Folge. Soviel Erinnerungen die wieder hochkommen.
    Danke dafuer.

    Sachen die mir einfallen zu euren Erinerungen.

    -Telefonschloss: Sowas hatten wir auch, da meine aeltere Schwester ZU aktiv die Telekom unterstuezt hat. Also hat mein Vater so ein gruenes Metallschloss auf die Wahltastatur getan, welche nur mit einem Schluessel den unsere Eltern hatten Aufgeschlossen werden konnte. Ich weiss noch das die 1,2 und die 0 nicht bedeckt waren, damit man den Notruf waehlen konnte.

    Do it yourself: Uii..mein Vater war und ist ein DIY Mann. Er war Bergmann und wie viele andere ahben er und sein Vater in unserem Schraebergarten Laube gebaut, Zementsteine gemischt und geformt, beete angelegt usw. Dann spaeter wo wir unser eigenes Haus hatten, hat er nachdem der Rohbau fertig war mit Heizung und Wasser rohren alles selbst gemacht, Leitungen gezogen (war Elektriker) alles Tapeziert,verkleidet, Dachboden ausgebaut und Dach mit Glaswolle gedaemmt (durfte dabei helfen 🙁 *juck juck kratz*). Den Garten, inklusive den Mutterboden bestellen und selbst aufschuetten. Gartenlaube,Pflanzen, Ne Trennwand mit Tuer in einem grossen Raum zu machen ,damit mein Bruder und ich uns nicht mehr streiten, wenn jeder sein eigenes Zimmer hat. Im Treppengang nach oben, Ueber der Treppe ein grossen schrank fuer waesche gebaut.
    Am Auto alles selbst gemacht, den Commodore 64 der Kaputt war von meinem Onkel uebernommen und dann mit dem Vater von nem Freund aus der NAchbarschaft alle Chips ausgewechselt um zu sehen welche hin waren. Der C64 wurde dann mein Weihnachtsgeschenk. Ich weiss nicht wie oft wir immer im Baumarkt waren. Heidenei.
    Wir hatten uebrigens Teppichfliesen im Wohnzimmer. Dunkelbraun .Fand die etwas unangenehm, da die recht hart waren.

    Also unser Dach war auch gut isoliert ;). Da faellt mir ein, da er BErgmann war, hatte er Anrecht auf ….5-10 tonnen(weiss cniht mehr genau) Kohle umsonst pro Jahr. Deshalb hatten wir auch ein Kohleofen. Im tiefsten Winter sind mein Bruder und ich ncoh in Unterhose und Tshirt rumgerannt, weil die Heizung immer am pullern war ohne Ende. Die Nachbarn haben sich an unserer hauswand die Haende gewaermt..jedenfalls sind die immer mit Pullover rumgerannt.Und selbst all die Kohle konnten wir nicht verffeuern, also wurde der Rest der nciht benutzt wurde ausbezahlt.

    Schraebergarten, Bergmann…jawoll,bin im Pott geboren. Kenne diese Luftbefeuchter nur wenn mal wieder Smog war. Dann brauchten wir auch nicht in die Schule. Unsere Mutter sagte dann zu mir und meinem Bruder,das wir nicht rumtoben sollen wegen der Luft. Was haben wir gemacht, nach oben gegangen und um den Tisch im Kinderzimmer rumgerannt, vor Freude auf keine Schule.
    Und heute regen sich Leute ueber Diesel auf. Psfh.

    Couch Kissen,jawoll,die hatten wir auch.unsere Couch war allersings au den 70ern und schoen Beige. 😉

    Das Badezimmer. Was ich noch ergaenzen kann, ist das bei meinem Omas beide Boiler im Badezimmer waren. Bei einer direkt uebr der Wanne am Stoepsel ende, Bei der andren direkt neben dem Klo. Wenn man mal da sass, war man auf Augenhoehe mit diesem Kleinen Fenster wo man die Gasflammen sehen konnte. Fand das immer sehr unheimlich und unangenehm.
    Eine meiner Oma hatte auch so eine aus/einklappbare Waescheleine ueber der Wanne Ausserdem habe ich noch diese Plastiktischdecke im Esszimmer im Gedaechtniss. Ich fand die immer irgendwie Klasse. Konnte kleckern ohne ende und kein Aerger.

    In unsere Kueche, welche Fesches gelb war (Kann man bewundern in der ersten Folge von „Ich Heirate eine Familie..“, und zwar ind er Keuche von der Angie, als sie ncoh Single war), hatte einen Elektroherd ,Ebackofen und eine Waschmaschine. Weitere Elektrokuechengeraete waren, Mixer, Waffeleisen, Toaster, Brotschneidemaschine und Brotschneidemesser. Kuelschrank war auch noch da, mit einem kleinen Gefrierfach. Im Keller hatten wir immer 1-2 Gefriertruhen.
    Wir hatten auch eine Elektrische Gefluegelbrat maschine. Konnte 1 Huhn auf so ein Spiess stechenreintun und dann rotierte das und war am braten…wie in einem Imbiss. Der hat leider irgendwann mal Feuer gefangen und da war Schicht im Schacht.

    Wir hatten auch immer so kleine Boiler aus Plastik in der Kueche, fuer Heisswasser. Die hingen ueber der Spuele.
    Meine Oma hatte auch immer einen Brotkasten in der Kueche…zu meinem leid leider der den man wirklich fuer Brot benutzt.

    Deko : Ich weiss damals waren Puppen oder Bilder von dieem traurigen Clown sehr beliebt, auch bei meiner Mutter. Pierot oder so hiess der.
    Auch schoen waren Sachen aus Kork. Wir hatten ne Kork Uhr von Ikea,welche auf dem Fernseher stand. Da dort nicht mal Zahlen draugeschrieben waren, war diese Uhr sehr lange Zeit ein Mysterium fuer mich. Wur hatten auch mehere geknoepfte Teppiche,die mein Vater in seiner (knappen) Freizeit gemacht hat. Die waren auch SEHR schon.

    Videorekorder haten wir recht frueh eigentlich. Zuerst haben meine Elten einen oefter ausgeliehen aus der Videothek, aber als mein Vater festellte das dies zu teuer werden wird, haben wir auch einen gekauft. Ein brauner von Schneider.

    Gerade nochmal durch alte Dias gegangen und in der ersten Wohnung wo ich gelebt habe, hatte mein Vater im Schlafzimmer (!) auf seinem nachtisch ein rotes(!!!) Telefon stehen.Im Wohnzimmer hatten wir auch noch ein grunes sehe ich gerade.Das muss so sehr fruehe 80er gewesen sein.

    Ui,das war schon recht viel was mir so eingefallen ist.

    Freue mich schon auf eure naechste Folge!
    Macht weiter so,
    Tobias N.

    Antwort
    • Sebastian

      Apropop Videorecorder: Zumindest in den frühen 90ern gab es noch massiv Videotheken, alleine in meiner Kuhdorfgemeinde gab es in zwei Dörfern welche und in der Kleinstadt nebenan nochmal 2-3 Stück. Heute haben wir selbst in Kassel fast keine mehr, in meiner alten Heimat hingegen haben alle zugemacht. Da muss ein Fan schon bis nach Marburg oder Kassel fahren.

      Antwort
  2. Matthias

    Wie meldet man sich bei 80s für seinen Kommentar offiziell mit seinem WordPress Account an? Bei StayForever geht das ganz leicht über das Forum?
    Zum Wohnen in den 80’s sage ich folgende Schlagworte.
    Mahagonifurnier, Styropordeckenplatten, Orange, Wandschränke, Fernseher im Schlafzimmer, Kassettendecks, Amiga 500. 🙂

    Antwort
  3. Helmut

    Geniale Folge, auch wenn ihr wieder jung seid, um so manche Dinge korrekt einzuordnen. 🙂

    So z.B. die Stereoanlage. Gerade diese hatte IMO ihre Blütezeit in den 70ern und 80ern. Im „gehobeneren“ Stil die Komponentenanlage mit Stereoverstärker, Plattenspieler und Tapedeck. Radio war entweder ein eigener Tuner oder meist als Receiver in den Verstärker kombiniert.
    In den 80ern kam dann noch ein neues Modul dazu, das man vor allem als Jugendlicher unbedingt haben musste, obwohl man es gar nicht wirklich bedienen konnte: der Equalizer mit min. zehn Linearreglern.
    In den 80ern kamen dann auch noch die Kompaktanlagen auf, wo die vier Grundbausteine in einem flachen Gehäuse zusammengefasst wurden.
    In den 90ern hat gefühlt das Interesse an Stereoanlagen schon wieder abgenommen, da kamen dann eher die Heimkinoreceiver auf.

    Die Teppichfliesen waren wirklich total hip. Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir den Spannteppich gegen diese Dinger (natürlich dunkelbraun9 ausgetauscht haben.
    Ebenso das Knüpfbild, das mein Vater auch in seiner spärlichen Freizeit angefertigt hat. Ein paar Reihen durfte ich auch knüpfen.

    Die Mahagoniwetterstation war auch so ein Ding, das wohl in jedem Haushalt vorhanden war. Allerdings war das ein Mitbringsel aus den 70ern.

    Zu den familienspezifischen Wörtern kann ich euch nur beipflichten. Wobei es. Ich sofort gerissen hat, wie das Wort „Tipper“ fiel. Bei uns war das allerdings der Taschenrechner.

    Antwort
    • Tobias N.

      Da muss ich zustimmen. Wir hatten auch eine Stereoanlage, Radio,Platten und Kasettenspieler in einem. Aber anstatt uebvereinander wie in den Tuermen die in den 80ern populaer wurden, waren diese nebeneinander angeordnet.

      Wir hatten dieses Modell von Rosita, aber anstatt weiss war das Holz halt Holzfarben.
      http://i.ebayimg.com/images/i/151976418704-0-1/s-l1000.jpg

      Hatte noch einen Plastikdeckel aus Rauchglas der auf dem Bild fehlt. Dieser ging auch bei uns sehr frueh kapputt. habe die Anlage gegen Ende der 80er gekriegt, weil mein Vater sich einen Schoenen Turm gekauft hat. Hab diese dann meistens benutzt um meinen C64,Amiga und dann meine Spundblaster Pro ueber die Anlage laufen zu lassen. Ist leider irgendwann ganz kaputt gegangen…aber die Boxen Funktioneren noch und sind immer noch in meinem Besitz.

      Antwort
  4. Wolfgang

    Eine phantastische Folge, scheinbar haben wir im gleichen Haus gewohnt. Bei uns zu Hause (Bayern, 70 km von Nürnberg entfernt) hieß die TV-Fernbedienung übrigens ‚Druckerle‘.

    Antwort
  5. Sebastian

    Ich, Jahrgang 84, erinnere mich noch als Kind an dunkle, massive Schrankwände im Wohnzimmer und Schlafzimmer meiner Eltern sowie mintgrüne Scheibenwahltelefone bei meinen Großeltern. Und ja, eine Stereoanlage samt Plattenspieler hatten meine Eltern bis in die späten 90er, natürlich wurde das Gerät fast nie genutzt. Mag aber auch daran gelegen haben, dass meine Eltern sehr jung waren (und es immer noch sind) und da viel Zeit in Arbeit und Geld ins Haus stecken mussten als Zeit und Geld für technische Spielereien zu haben.

    Antwort
  6. Niklas

    Hallo Christian hallo Peter, ich kommentiere fast nie etwas, aber bei euch muss ich es einfach tun.
    Ich liebe liebe liebe euren Podcast und höre ihn seit der ersten Folge.
    Am besten finde ich den Urlaubspodcast. Er erinnert mich immer an meine sehr sehr schöne Kindheit(auch wenn ich 1985 geboren bin und meine Kindheit daher eher in die 90er fällt) und daher bekomme ich immer ein wohlig warmes Gefühl wenn ich das höre.

    Macht weiter so, gerne mehr Folgen 🙂

    Zum schluss noch eine Frage, da ich ja euren Urlaubspodcast liebe und ihn ca schon 15 mal gehört habe, meine Frage: Wieviel € müsste ich euch auf Patreon spenden, damit ihr einen 2. Urlaubspodcast (gerne auch ausführlicher) aufnehmt und veröffentlicht? (ernste Frage)

    Antwort
  7. Gerhard

    Vielen Dank für die Folge, das war wieder eine schöne Zeitreise zurück in meine bzw. unsere Kindheit/Jugend. Viele Dinge, die Ihr im Podcast erwähnt habt, kamen mir doch sehr bekannt aus meinem Elternhaus vor (Neubau, Erstbezug ca. 1980).

    Florale Muster waren damals bei Bezug allgegenwärtig auf Tapeten und auf Wandfliesen. Im Badezimmer z.B. gab es Ranken mit Blüten, die sich über mehrere Fliesen verteilt haben.

    Bleiben wir beim Bad. Den Farben konnte man noch gut ansehen, dass das Haus Ende der 1970er geplant wurde. Im „großen“ Bad war alles in einem Rot/Rosa/Beige gehalten, natürlich mit den besagten Ranken. Das „Gästeklo“ war eher Beige/Grün, natürlich auch mit Ranken. Das „Kellerbad“ hatte -passend zum Keller- dunkelbraune Fliesen sowie Badewanne/Waschbecken/etc. in „Curry“.

    Einhandmischer und Spülkästen unter Putz gab es damals auf jeden Fall schon. Das hat man allerdings nur da verbaut, wo es „schön“ sein sollte – für sich selbst oder für den Besuch.

    Mit aus der alten Wohnung umgezogen in das neue Haus war neben ein paar Teppichfliesen (Orange) für den Keller auch ein Ensemble aus Couch und Sesseln, das ich heute noch besitze. Natürlich kann man die Sitzfläche und die Rückenlehnen als große einzelne Kissen entnehmen und drunter/dahinter putzen. Angefangen hat die Garnitur übrigens mit einem Stoffbezug, wie er kaum mehr „70s“ sein könnte: Streifen in Orange, Braun und Beige. Irgendwann gegen Ende der 1980er wurde der Stoffbezug gegen Leder in beige ausgetauscht und das hat bis heute gehalten.

    Der zum Ensemble gehörende Tisch mit großer und verdammt schwerer Marmorplatte ist irgendwann Anfang der 2000er dem Sperrmüll zum Opfer gefallen.

    Um abschließend nochmal auf den Podcast zu kommen, ich freue mich auf weitere Folgen und bin froh zu hören, dass Euch die Ideen noch nicht ausgehen.

    Antwort
  8. Chris

    Oh Gott, da kommen längst vergessene Erinnerungen hoch. Möbel kaufen in Hirschaid, mit dem riesigen Springbrunnen im Eingangsbereich und den Glasaufzūgen. Das war wirklich ein Erlebnis wenn man da als Kind zum ersten Mal mit durfte. Aber eine kurze Korrektur, das war der Neubert, nicht der Segmüller.

    Antwort
  9. Matthias

    Übrigens meine Eltern haben auch Fototapeten angebracht. Wir hatten an der Schlafzimmertür eine Türtapete mit einer optischen Täuschung „Le Secret“. Man sah einen Dampfer der geradewegs in die Bibliothek fuhr. Man konnte bereits die Salzwasserwellen auf dem Parkett sehen. Diese Tapete gibt es heute noch.

    https://www.amazon.de/Fototapete-Motivtapete-Bildtapete-T%C3%BCrtapete-%C3%9Cberschwemmung/dp/B00100B4EK

    Kennt jemand diese Fototapete oder hatte sonst noch jemand Fototapeten?

    Antwort
  10. Sven Steinert

    Hallo ihr zwei beiden,
    erstmal großes Lob für euren Podcast! Ich höre euch super gerne (auch Stay Forever) und freue mich immer total wenn eine neue Folge raus kommt 😊👍🏻 Ich bin 1973 gebohren und bin somit ein Kind der 80er Jahre 🤘🏼😄🤘🏼

    Zum aktuellen Podcast…
    Diese Jahreszeiten Bilder hatten meine Eltern auch an der Wand hängen 😄 und bei meinem Kumpel hingen genau die gleichen Bilder. Ich meine allerdings, das die etwas anders ausschauten als Du sie beschrieben hattest (wer von euch beiden das war weiß ich grad nicht).
    Ich habe ja die Theorie das viele Familien in den 80ern den gleichen Kram zuhause hatten, weil halt jeder aus Otto-, Neckermann-, Schöpflin- und Quelle bestellt hat. Könnte das sein?
    Viele Einrichtungsgegenstände, die meine Eltern besaßen, habe ich auch bei Nachbarn, oder den Eltern meiner Freunde gesehen.
    Klar, vieles war auch einfach gerade modern. Aber ich glaube schon das die Kataloge da einen großen Einfluss drauf hatten. Es gab ja nichts anderes wo man etwas hätte bestellen können.
    Mir fällt dazu z.B so ein Gewürz Regal ein. So ein Holzgestell mit mehreren kleinen Regalreihen wo dann lauter kleine Gewürzstreuer drauf standen die so einen Schraubdeckel aus Holz hatten. Dieses Regal hab ich damals ganz häufig gesehen. Gefühlt würde ich sagen das hatte jeder! Oder diese riesigen Löffel und Gabel aus Holz (vielleicht 1m lang?), die man zur Deko in der Küche hängen hatte. Die hab ich auch öfter gesehen.

    Oder Teller mit Baby Motiven drauf, auf denen zusätzlich die Namen und das Geburtsdatum von uns Kindern drauf standen, sowie dem Geburtsgewicht und der Größe. Also für jedes Kind einen Teller. Ich meine sowas hab ich damals auch bei mehreren Familien gesehen.

    Einen Setzkasten mit lauter Kleinkram drin hatten meine Eltern auch. Meine Mum nannte den Kleinkram immer Zierrat 😊
    Und in Sachen Holzvertäfelung… wir hatten davon die billigere Lösung 😂 bei uns waren die Decken mit so Styropor Platten (ca. 50cm x 50cm groß) verkleidet, die in Holzoptik bedruckt waren. Die waren dann auch so Stuck mäßig 3D geformt. Und in den Ecken, zu den Wänden hin, verliefen so Winkel aus dem gleichem mit Holz bedruckten Styropor. Optisch sah es aus wie eine Holzdecke 😜 Meine Eltern hatten das im Wohnzimmer in Eiche und bei uns im Kinderzimmer war es ein helles Holz… Kiefer? Keine Ahnung.
    Und, natürlich, überall Teppich Boden.

    Und auf der Toilette haben wir heute einen Deckel der sich langsam absenkt, aber in den 80ern ist der einfach runter geknallt. RUMMS.

    Und zur Fototapete fällt mir ein das meine Tante und mein Onkel im Wohnzimmer eine Südsee-Strand Fototapete hatten. So richtig über die komplette Wand. Ein Sandstrand mit Palmen und dem Meer. Bei einem Schulfreund hatten die Eltern eine Fototapete mit einem Wald im Wohnzimmer
    Und mein Bruder und ich hatten im Kinderzimmer eine sau coole Star Wars Fototapete.
    Ebenfalls über die komplette Wandbreite. Das Weltall, dann ganz groß den Todesstern und drum herum eine Schlacht zwischen X-Wings und TIE-Fightern 😄🚀

    Was ich damals auch häufiger gesehen hatte waren alte Schwerter und Degen die zur Deko an der Wand hingen. Meine Eltern hatten z.B einen Morgenstern und einen Säbel an der Wand. Gerade der Säbel war für uns Kinder natürlich super spannend 😳. Die hingen im Wohnzimmer.
    Und passend dazu hatten wir eine Ritter Büste. Bei der konnte man den Brustschutz aufklappen und hatte dann eine Bar vor sich (ich glaub mit 2 Flaschen). Und wenn man die Schulterplatten hoch geklappt hat hat man darunter die Pinnchen gefunden 😊 Das Visier konnten man auch öffen.

    Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!
    LG Sven (Hagen / NRW)

    Antwort
  11. Michael Jaegers

    Herr Lehrer, ich weiß was, ich weiß was 😉

    Die „Hängepflanze“ mit den weißen Streifen in den Blättern und den unzähligen Ablegern (was vermutlich der Grund für die weite Verbreitung in den 80ern war), heißt Grünlilie (Chlorophytum comosum). So eine hatte ich auch von Reinhard May bekommen und über Jahre gepflegt.

    Und die Nut-und-FederHolzvertäfelung an der Wand, ja, da kann ich auch ein Lied von singen. Das musste man nicht Tapezieren und war zeitlos hässlich. Aber als Kind war das schon toll, wenn sich dann da mal eines dieser Astlöcher ergeben hatte und man dann Dinge dort hineinstecken konnte, die wie in einer Zeitkapsel vermutlich nachfolgende Generationen irgendwann einmal bei einer Renovierung aus der Wand holen werden.

    Und dieses eklige Zeug, dass zur Dämmung des Dachs verwendet wurde, nennt man Glaswolle. Damals mit der Alufolie beschichtet und – wir haben ein Haus vor ein paar Jahren saniert und mussten das Zeug entsorgen – nach wenigen Jahren völlig wertlos, da verschimmelt, in sich zusammengefallen und Sondermüll. Aber damals wussten wir das ja noch nicht besser und es war im Zuge des 80er Jahre Umweltbewusstseins State-of-the-Art.

    Zur Stereoanlage hatten wir auch noch ein Tonbandgerät. Vermutlich ein Relikt aus den 70ern. Aber im Wohnzimmerschrank erinnere ich mich auch noch an 20 oder 30 Bände eines Universallexikons, das ich sogar ausgiebig genutzt habe – es gab ja noch kein Wikipedia.

    Schönen Gruß,

    Michael

    Antwort
    • Ein anderer Peter

      Oh ja, Glaswolle, furchtbares Zeug. Davon habe ich schon durch kurzen Kontakt einen Hautausschlag bekommen. Dazu ist es auch noch schön krebserregend. Kaum zu glauben, was man damals verbaut hat.

      Antwort
  12. Sebastian

    Oh, nach nur so kurzer Sendepause eine neue Folge! Und dann auch noch eine so schöne mit vielen Flashbacks, danke dafür.

    Eine Ergänzung noch: Die Acht-Minuten-Sanduhr in Acryl war nicht für Eier bestimmt, sondern fürs Telefonieren. Eine Ortstarif-Einheit war in den Achtzigern nämlich genau so lang und lief mit. Man hat schließlich der Deutschen Post 23 Pfennig gegeben für acht Minuten Gespräch mit der Tante Hannelore. Der Deutsche hat da nichts zu verschenken. Aber schön pünktlich auflegen bitte, damit am Ende nicht 46 Pfennig für ein 481-Sekunden-Gespräch fällig werden.

    Bis hoffentlich bald in meinem Podcatcher,
    Sebastian von der Rückspultaste

    Antwort
  13. Jürgen

    Hey ihr Lieben, Glückwunsch zur neuen Folge. Als ihr über den Luftbefeuchter geredet habt ist mir spontan eingefallen das ihr vielleicht mal das Thema „Haushaltsgeräte in den 80igern“ machen könntet. Also über Staubsauger, Küchenmaschinen, Mixer… aber auch Waschmaschinen und Geschirrspüler. Da hat sich ja auch jede Menge getan.

    Oder wenn das zu spezifisch ist dann nur über „Technische Geräte der 80iger“ wo dann auch Plattenspieler, TV-Geräte usw. mit dabei sind.

    Vielleicht wäre das eine Idee. 🙂

    Antwort
  14. Mclane

    Sehr schöne Folge. Zum Thema Zimmerspringbrunnen:
    Mein Vater hat sich einen tonnenschweren, 1,60 Hohen Findling zum Brunnen umbauen lassen und in den Vorgarten gestellt. Das Ding sah ja hübsch aus, aber das plätschern konnte einen in warmen Sommernächten in den Wahnsinn treiben. Und das Geräusch drückte mächtig auf die Blase.

    Antwort
  15. Felix

    Moin Moin,
    Super Folge!
    Als kleine Ergänzung zum „Flaschenkeller“, den gibt es wirklich, ist in Brauereien die Bezeichnung für den Bereich der Abfüllung 😉

    (Gibt dazu noch den Gärkeller, Lagerkeller und Drucktankkeller…in der Brauerei hat mans mit Kellern, auch wenn diese immer öfter oberirdisch, oder auch in höheren Stockwerken liegen)

    Antwort
  16. Kincaid

    Ich höre gerade zu wie ihr eure Wohnung der 80er beschreibt und es klingt als würdet ihr über die Wohnung reden in der ich groß geworden bin.

    Antwort

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